Der Bildungspodcast - präsentiert vom BLLV
00:00:06: Hallo, hier ist Bildungsblick und herzlich
00:00:08: willkommen zu unserer
00:00:09: neuen Podcast-Reihe.
00:00:11: Ausgezeichnet wo Visionen den Schulalltag gestalten.
00:00:18: der Deutelschulpreis ausgewählte Schulen stellen
00:00:21: sich vor.
00:00:23: in jeder
00:00:23: Folge
00:00:24: besuchen wir eine Schule die mit besonderen Projekten Ideen und Engagement
00:00:29: überzeugt.
00:00:31: heute lernen wir die Gebrüder Kremsschule im Hamm kennen und erfahren, was sie so einzigartig macht.
00:00:54: Ja lieber Frank!
00:00:55: Ich würde einfach sagen das ist immer ganz schön.
00:00:58: ich gebe dir jetzt mal eine Minute dass du einfach über deine Schule sagst was dir wichtig ist?
00:01:04: Über meine Schule in einer Minute sagen was mir wichtig ist.
00:01:07: ja ich würde sagen das was mich wichtig ist das ist das wir eine ganz normale kleine zweizügige Grundschule hier in Hampsen.
00:01:14: Deine Schule die es mal nicht ganz leicht hatte Und die aber Systeme gefunden hat aus Zitronen halt Limonade zu machen und das ist eigentlich das allerbeste was uns passieren konnte.
00:01:28: Mittlerweile sind wir nicht mehr so problemorientiert.
00:01:32: Ja, ich bin sehr stolz auf meinen Team hier an dieser Schule.
00:01:35: übrigens Wunderbar,
00:01:37: wunderbar!
00:01:38: Das gibt mir schon ganz viel Munition zum Weiterfragen.
00:01:41: Das finde ich richtig schön.
00:01:43: das hat man auch gespürt an eurer Vorstellung.
00:01:46: Ich habe natürlich viel gelesen sowohl was vom deutschen Schulpreis in der Laudatio und bin auf eure Homepage gegangen Und hab mir so die Dinge mal vermerkt oder aufgeschrieben und Fragen daraus entwickelt, die euch so besonders machen.
00:02:01: Ich hoffe ich habe da das Richtige rausgesucht!
00:02:03: Ihr habt ja euer Motto Lachen leisten lesen was ich einfach super toll finde weil es auch genauso dem entspricht wie ich versucht habe Schule zu leben.
00:02:16: Was bedeuten diese drei Begriffe für dich?
00:02:20: Speziell dieses Leisten.
00:02:21: Das ist ja, wo man immer wieder drauf kommt.
00:02:23: was bedeutet denn Leisten?
00:02:25: das steht bei euch hier in der Mitte.
00:02:27: was soll deiner Meinung nach Schule denn leisten?
00:02:31: Ja, also pass auf.
00:02:32: Du hast schon ganz richtig erkannt das leisten steht ganz bewusst in der Mitte.
00:02:35: wir sind ja schule Wir bauen keine kurbelwellen oder flugzeug oder irgendwas anderes sondern wir haben es mit Kindern zu tun und wir wünschen uns wirklich dass unsere kinder in unserem land leistungsstark sind.
00:02:44: Und dann wählen wir ganz besonders gerne den begriff der leistung.
00:02:47: manchmal so ein bisschen verpönt man denkt zur grundschule und so nein wir wollen wirklich leistungen starke kinder haben Kinder die wissen was sie können und die dann ihr können auch wirklich einsetzen und deswegen Steht das Leisten ganz bewusst in der Mitte.
00:03:02: Aber wir haben vor Jahren festgestellt, dass die Kinder es dann richtig gut leisten können wenn sie etwas zum Lachen haben.
00:03:11: Ja stell dir vor in Brennpunkten ganz besonders aber eigentlich nicht nur dort.
00:03:15: Wir sind mittlerweile keine Brennpunktschule mehr.
00:03:17: Wir merken immer wieder, die Köpfe der Kinder müssen echt bereit sein für das Lernen und das Leisten.
00:03:22: Das geht manchmal nicht!
00:03:23: Wenn du dann zum fünften Mal in der Pause vom Vierklässler von der Schaukel geschubst worden bist und dir Sorgen machst, da geht es gleich nach einer nächsten Pause weiter, dann ist dein Gehirn nicht wirklich bereit zu lernen.
00:03:32: Und deswegen ist uns wichtig vor dem Leisten wirklich das Lachen zu stellen.
00:03:37: Übrigens nicht nur bei unseren Kindern... Also das ist ja ein ganz... breites Thema, das Lachen.
00:03:42: Da werden wir wahrscheinlich gleich nochmal explizit, denke ich mal drauf eingehen.
00:03:46: Das ist nicht nur bei den Kindern wichtig sondern auch bei den Kolleginnen und Kollegen.
00:03:49: Wir sind eine Schule die einfach humorvoll sein will und ja auf Augenhöhe zusammenarbeitet und vor allen Dingen ganz viel Vertrauen generiert was durch dieses Lachen eben auch passiert.
00:04:01: Könnte da euch ganz viele Beispiele dir nennen?
00:04:03: Also nicht NEMA eins!
00:04:04: Ja also da kommt ein Kind in die Schule Aufpassen, du merkst das irgendwie als Lehrerinnen.
00:04:11: Ja da ist heute völlig unkonzentriert oder häufiger mal und du findest vielleicht raus dass dieses Kind deswegen so unkoncentriertes weil es müde ist Weil vielleicht der große Bruder im Nachbarzimmer nachts einen Film geguckt hat Und das war laut und das passiert ständig.
00:04:26: ja oder die Eltern streiten sich oder so.
00:04:28: Warum nicht dann dem Kind Freiraum einräumen und sagen, dann schläfst du jetzt zwei Stunden wie das bei uns möglich ist im Denkeraum?
00:04:35: Und danach kannst du vielleicht wieder ein bisschen mehr lachen.
00:04:38: Und dein Kopf is frei für des Leisten!
00:04:41: Das waren die ersten beiden Begriffe.
00:04:43: Wir können uns gleich den ganzen Podcast folgen an diesen Begriffen übrigens entlanghangeln.
00:04:48: Denn sie stehen wirklich über all dem was wir in unserer Schule tun.
00:04:51: Das sind wirklich unsere Leitbegriffe denen alles untergeordnet ist und dazu gehört auch das Lesen Als dritter Punkt.
00:04:57: Nicht nur, dass wir lesen als die... Wir nennen das immer Basiskompetenz aller Basiskompetenzen sehen.
00:05:06: Wir sprechen ja in unserem Land im Moment viel über Basiskompetenzen.
00:05:10: Die Kultusminister tun das und ich glaube für euch und Bayern wird es demnächst auch nehmlich an eine größere Rolle spielen sich mal auf BasiskOMpetencen so zu konzentrieren.
00:05:19: was ist das?
00:05:21: Wissenschaftlich gesehen behaupte ich auf Grundlage auch verschiedener Professorin, die ich so kennenlernen durfte.
00:05:30: Dass das Lesen einfach die Grundlage für alles lernen ist und deswegen sagen wir muss das lesen eben auch einen zentralen Stellenwert einnehmen.
00:05:38: aber nicht nur dass lesen das lesend steht für uns auch dieser dritte begriff steht auch für zukunftskompetenzen.
00:05:46: Ich weiß nicht ob es allen so ein Begriff ist was darunter zu verstehen Aber darunter sehen wir die Notwendigkeit, Kinder fit für die Zukunft zu machen.
00:05:54: Und da machen wir uns ganz oft Gedanken.
00:05:56: und das vielleicht gleich noch ein bisschen weiter ausgeführt?
00:05:59: Hast mir schon ganz viel meiner Fragen beantwortet aber das finde ich einfach super!
00:06:03: Denn ich habe tatsächlich als ich das Motto gelesen habe... Lesen habt ihr drin, aber in der Erklärung hinterher hat es dann eigentlich so ein bisschen untergeordnete Rolle und das hast du jetzt mir praktisch super gut erklärt.
00:06:16: Das ist wirklich auch meiner Meinung nach, also wer nicht lesen kann ja eigentlich gar nichts.
00:06:23: Also der kann keine Sachfächer oder kein Mathe.
00:06:26: Es ist wirklich die Basiskompetenz und insofern finde ich es einfach super toll dass es in dem Motto drin steht.
00:06:33: das wollte ich damit sagen.
00:06:35: Du musst dir vorstellen wir haben eine Zeit lang überlegt nimmt das Lesen vielleicht dennächst nicht mehr einzuholen stellen wird ein.
00:06:43: Wir erleben das in unserer Gesellschaft das Videos Podcast so wie wir gerade hier einen machen, dass die ein höheren Stellenwert einnehmen.
00:06:52: also meine Kolleginnen und Kollegen.
00:06:54: Die fahren morgens manchmal eine halbe Stunde um hier zur Schule müssen aber die Autobahn und dann hören sie sich oft nen Podcast an vom deutschen Schulportal von wem auch immer?
00:07:04: Diese Podcasts, die ersetzen das Lesen von Büchern im Moment.
00:07:08: Also ich hab ein sehr junges Team und viele haben kleine Kinder zu Hause und da sind die Nachmittagen natürlich ausgebucht und da ist Zeit ein echt wertvolles Gut.
00:07:16: aber so werden halt schnelle gute Videos oder eben auch gute Podcast dementsprechend genutzt Und wir dachten schon eine zeitlang neue gut Da wird das lesen vielleicht irgendwann einmal nicht mehr so einen hohen Stellenwert haben.
00:07:27: Denken wir auch anders an die Digitalität.
00:07:30: Ja Wir können uns Dinge vorlesen lassen im Internet ja übersetzen sowie Und trotzdem ist uns, ja ich denke noch mal so in den letzten zwei Jahren sehr deutlich geworden.
00:07:40: Nein!
00:07:41: Das Lesen ist und bleibt auch noch sehr lange wirklich die Kompetenz, die du brauchst um ja in deinem Leben quasi voranzukommen.
00:07:50: also wir sehen das übrigens auch immer an unseren Wehrerarbeiten Diese Vergleichsarbeiten, die wir schreiben.
00:07:58: In diesem Jahr hatten wir in Mathematik so den Eindruck, dass du die Matheaufgaben gar nicht hättest gut lösen können wenn du nicht lesen kannst.
00:08:05: also Wenn du nicht lesen kannst, konntest du diese Mathe-Aufgabe gar nicht richtig bearbeiten und das zeigt eben schon wie wichtig Das Lesen für unsere Kids ist auch in einem digitalen Zeitalter übrigens
00:08:15: Genau.
00:08:16: Also super, diese drei L's!
00:08:20: Eine wunderbare Sache.
00:08:22: Ich würde jetzt gerne ein bisschen wegschwenken und würde dir einfach mal die ganz progressive Frage stellen was ist dein Ziel von Schule?
00:08:32: Mein Ziel von Schule ist alle Kinder bestmöglich auf eine gelingende Gesellschaft der Zukunft vorzubereiten hört sich jetzt wild an wahrscheinlich so aber Ich glaube, dass wir gerade in einem größeren Veränderungsprozess stehen.
00:08:51: Das merken wir alle irgendwie so ein bisschen und ich will das gar nicht sagen weil man jetzt denkt ja man muss irgendwas anders machen.
00:08:57: Anders ist es nicht immer besser nach dem Motto Neu.
00:08:59: Da wird da Grimmschule mit Schulpreis und die machen da was anderes?
00:09:03: Muss man schon genau hingucken!
00:09:05: Aber ich glaube, das Lebenslange Lernen An Bedeutung zunimmt, weil wir immer flexibler sein müssen.
00:09:16: Also für mich ganz klassisch wenn ich an meine eigenen Jungs denke ja so die zum Gymnasium gehen denke ich immer ihr macht Abitur und dann studiert ihr und dann seid ihr den Rest eures Lebens keine Ahnung Ingenieur Lehrer was auch immer.
00:09:26: Und dann stelle ich aber fest alleine schon noch an meiner Schule das ist da ganz ganz ganz verschiedene Immer skurrilere quasi so Bildungsbiografien gibt Und das beschreibt wirklich etwas, also vor Jahren dachte ich immer noch zu sagen Zukunftsforscher.
00:09:40: Wir müssen immer flexibler sein!
00:09:42: Wir erleben es an unserer Schule jetzt schon durch auch den Lehrermangel der so schnell nicht weggehen wird.
00:09:49: und da gibt's noch viel mehr Dinge wo ich denke, wo ich hoffe einfach dass unsere Kinder gut vorbereitet sind wenn der Herr Schleicher von der OECD das so zukunftstechnisch auf dem Punkt bringt dass dieses traditionelle Wissen den Stellenwert einnimmt, dem wir immer so zugemessen haben.
00:10:08: Dann sehen wir auf unser Bildungssystem und sehen die Humboldt-Schule ... Ich will das jetzt nicht böse sagen, diese typische Trichtermodell.
00:10:17: da kippen wir Wissen rein.
00:10:19: Aber eigentlich tun wir das grundsätzlich ganz viel.
00:10:21: Wir beschäftigen uns mit Lerngegenständen, die die Kinder möglichst lange in ihrem Kopf behalten sollen Und viel, viel mehr.
00:10:30: lasst uns darüber reden.
00:10:31: Wie ist es denn mit Kreativität?
00:10:33: Wie ist das dann mit Kollaborationen?
00:10:35: wie ist es mit demokratischem Handeln?
00:10:37: Kritisches Denken... Könnte ich jetzt eine halbe Stunde gleich drüber reden?
00:10:41: vielleicht machen wir das gemeinsam Ich weiß das nicht.
00:10:44: aber das sind Dinge die mir... Das sind Dinge, die mich wirklich Sorgen machen.
00:10:47: ja also so wenn ich ans kritische denken dann da meinen Fokus drauf richte Dann wird's mir ein bisschen heiß und kalt weil ich glaube dass wir in unserem Land auch schon auf der welt so in so ein fahrwasser geraten sind wo es schwer wird wieder rauszukommen.
00:11:02: und was tun wir schulen dafür?
00:11:04: das ist etwas Wo wir dringend ran müssen ja, wo wir aufpassen müssen sonst gehen ganz viele säulen unseres gesellschaftssystems wirklich verloren und deswegen auch bezahlt dafür in schule.
00:11:15: Und das ist so mein wunsch.
00:11:17: Ja also dass wir auch so So eine unsere zeitfenster gut nutzen.
00:11:21: ja dass wir die zeit die wir mit den kindern hier verbringen Dass wir genau aufpassen.
00:11:26: was Mach ich mit dieser Zeit.
00:11:28: Wofür nutze ich diese Zeit?
00:11:30: Sehr schön, einfach toll!
00:11:32: Ich könnte stundenlang zuhören.
00:11:35: Ja weil du eben sagtest die Zeit nutzen ihr nutzt sich ja wirklich ganz rechtzeitig nämlich an einer Grundschule.
00:11:43: man könnte ja meinen Du sprichst von einer weiterführenden Schule Schüler fit machen fürs Leben könnte man ja doch in einer höheren Klassenstufe verorten.
00:11:56: Also ich finde es einfach super, dass ihr diese Idee hattet die Schule so umzugestalten das diese Idee schon Raum greifen kann schon bei den Jüngsten der Schüler.
00:12:07: und das leitet mich eigentlich an eine Frage, die mir noch sehr am Herzen liegt was war denn eigentlich der Grund?
00:12:14: Und wo hast du die Motivation hergenommen deine Schule zu ändern?
00:12:18: Ja, das kann ich ganz schnell sagen Wir waren als Schule mal an einem Punkt, wo es nicht mehr weiter ging.
00:12:26: Also wo man sagen muss das war eine Bankrotterklärung.
00:12:29: Also vielleicht was zum Schmunzeln.
00:12:30: Wir haben dann irgendwann einen Brief bekommen von unserer Stadtverwaltung, also unsere Poststelle hat diesen Brief der eigentlich verschlossen auf dem Dienstweg irgendwie zur Verwaltung gehen sollte.
00:12:38: Den haben sie aber zu uns als Schule geschickt und da stand drin ja hier sind Anliegen an die Raumnützungspläne zur Umgestaltung der Grüder Grimmschule, also zum Stadtteilzentrum.
00:12:50: Sollte keine Schule mehr sein wir schließen die Schule jetzt und sie wird Stadtteil-Zentrum.
00:12:54: Und wir hatten wirklich große Noten.
00:12:57: Wir haben im Lehrerzimmer zusammengesessen und gesagt, das geht nichts mehr.
00:13:01: Also wir können eigentlich wissen gar nicht mehr wo wir anfangen sollen.
00:13:04: es war eine derartig hohe Brennpunktnot sozusagen ja dass wir dachten die Kinder lernen gar nichts mehr.
00:13:10: wir können auch zumachen.
00:13:11: also eigentlich haben die recht wir können diese Schule schließen.
00:13:14: aber das war ein Punkt der uns nachdenklich hat werden lassen und er uns auch dahin geführt hat dass wir ein Stück weit Ähm, ja wie soll ich sagen Grenzen ausgelotet haben?
00:13:24: Ja vielleicht sind wir damals sogar ein bisschen über Grenzen hinaus gegangen.
00:13:27: Man kann sich ja vorstellen so ein gewisser Fatalismus, ja deine Schule wird geschlossen und dann haben auf die Kinder geguckt und haben beispielsweise uns überlegt jetzt lass uns doch mal gucken lasst uns alle Freiheiten nehmen Wir werden eh bald geschlossen Lass uns doch einmal hingucken was für unseren Kindern jetzt noch Gutes tun können.
00:13:42: Und wir waren damals Brennpunkt So.
00:13:44: heute sind wir das nicht mehr.
00:13:46: Damals war das so und Die Kinder lagen uns sehr am Herzen.
00:13:51: Der Gedanke lag nahe, dann zu schauen.
00:13:54: Was müssen sie eigentlich lernen?
00:13:56: Damit Sie irgendwie als Brennpunktkinder an der weiterführenden Schule überleben können und das war ein Startpunkt.
00:14:03: Wir haben die Lehrpläne an die Seite geschoben.
00:14:06: Das darf ich jetzt sagen so heute tut mir das nicht mehr.
00:14:08: damals haben wir das einfach mal gemacht über zwei drei Jahre.
00:14:11: es war auch kein so ganz langer Zeitraum.
00:14:13: Wir haben vieles an die Seite geschoben und haben uns überlegt, was sind denn diese Kompetenzen?
00:14:17: Die wir heute Deutschland-Waldbasiskompetencen nennen.
00:14:21: Was ist das, was die Kinder brauchen um irgendwie zu überleben?
00:14:25: also wenn der Lehrer an der weiterführende Schule... Und ich bin froh dass wir Grundschule sind Birgit du hast das gerade... Ich finde es total wichtig für uns als Grundschuh und diese Grundlagen zu legen!
00:14:33: Ja was ist das Wenn der Lehrer schon deine Handschrift nicht lesen kann?
00:14:38: Was machst du dann als Kind?
00:14:39: Oder was machst du auch als Lehrer, ja.
00:14:41: Wie fällt denn die Bewertung vielleicht aus der Klassenarbeit in Klärgangsstufe sieben?
00:14:46: Was ist wenn du nicht lesen kannst?
00:14:47: Brauchen wir die Handbegrade ganz lange uns drüber unterhalten!
00:14:50: Alle Mathematik-Didaktiker bitte einmal weghören.
00:14:52: aber wir waren damals froh, wenn das Kind dann wenigstens ein Rechenalgorithmus verstanden hat.
00:14:59: Ich liebe Mathematik und auch Mathe.
00:15:01: zweitausend hier von unserer Uni Dortmund, die ja direkt nebenan ist.
00:15:04: Ja?
00:15:04: Und verstehende Mathematiken das ist ganz wichtig!
00:15:07: Aber wir waren an einem Punkt da ging es nicht um das Verstehen von Mathematika.
00:15:10: Da ging es darum du weißt wie man schriftlich untereinander addiert und dass brauchst du und das musst du jetzt auswendig können und dein Leben lang einsetzen können.
00:15:19: So haben wir uns auf die Suche nach Basiskompetenzen gemacht und das Interessante war Also so innerhalb von zwei, drei, vier Jahren Steigerungen in unseren Wehrergebnissen tatsächlich sehen konnten.
00:15:34: Das hat uns dann beflügelt.
00:15:37: und noch etwas was mich da so vorantreibt ist einfach mein christlicher Glaube wenn ich den so einbringen darf.
00:15:46: ja das ist so eine.
00:15:47: Ja Ich weiß dass Gott alle Menschen liebt Und deswegen ist es mein Auftrag auch hier für unsere Kinder, für die Schwächsten unserer Gesellschaft da zu sein und ihnen zu zeigen dass sie geliebt sind.
00:15:58: Ja und sie wertzuschätzen und nach Potenzialen zu gucken.
00:16:01: und damals im Brennpunkt sowieso ja wir haben angefangen Lobriefe zu schreiben unter anderem weil wir mit Eltern konfrontiert waren die die sagten ja wir wissen das unser Kind nicht viel kann Das wissen wir Oma und Opa, die haben schon von Stütze gelebt.
00:16:17: Und das ist eigentlich nichts.
00:16:21: Da rechnen wir schon mit.
00:16:22: Unser Kind wird zur Hauptschule gehen und dann gucken wir mal.
00:16:24: Den mussten wir klar machen, den haben wir Briefe geschickt und tun wir heute noch.
00:16:28: Wo drin stand ihr Kind?
00:16:29: Kann etwas!
00:16:29: Wir haben das festgestellt.
00:16:31: da gibt es Talente, da gehts Potenziale Und das tun wir auch, weil wir Menschen wirklich wertschätzen wollen und auch Liebe weitergeben wollen.
00:16:39: Hört sich manchmal ein bisschen skurril an.
00:16:41: Hört man heute nicht gerne Liebe?
00:16:42: Was ist das für einen Begriff?
00:16:44: Aber hüter wird unser Neurologe würde es genauso sagen.
00:16:47: Das ist bedingungslose Wertschätzung, Liebe vertrauen zu schaffen.
00:16:51: ja und das kommt aus einer Grundhaltung bei mir aus meinem eigenen christlichen Glauben.
00:16:56: Da klingt auch, weil du jetzt gerade den Hüter angesprochen hast auf diese Beziehungsebene.
00:17:00: Die ist glaube ich... Das höre ich einfach raus!
00:17:03: Das ist das allerwichtigste bei euch denn sonst könnte da kein Funke überspringen.
00:17:08: und dieser Beziehungen zum einzelnen Kind denke ich mir hat ganz große Bedeutung.
00:17:14: Jetzt sprichst du über von wir und hast ganz am Anfang von einem jungen Kollege umgesprochen was bei mir auch aus meiner Erfahrung wenn ich an die Schule etwas Neues brachte hatte Hatte ich Glück, wenn zwei drei gesagt haben.
00:17:27: Ja Birgit das finden wir gut was wir machen die anderen und haben gesagt nach die schon wieder?
00:17:32: Was will sie jetzt schon wieder?
00:17:34: meine Frage also es waren alle dabei als es hieß Wir müssen die Schule schließen hat keinen Sinn mehr wie viele von den Von denen die da waren Und dass mit erlebt haben Also diesen Ja praktisch diesen Rausschmiss.
00:17:51: Sind heute noch dabei, unterstützen dich und folgen dir in deinen einfach super positiven sehr menschenzugewandten Ideen?
00:18:02: Also das Team meiner Schule hat sich tatsächlich in den letzten zehn Jahren radikal geändert.
00:18:07: Das nicht aber nicht daran dass hier Leute gesagt haben wir wollen es nicht!
00:18:09: Wir gehen hier weg sondern einfach das mit so eine Pensionswelle durchgerollt ist quasi.
00:18:16: Ich warne davor, alle jungen Schulleiterinnen und Schulleitern sozusagen zu denken.
00:18:21: Ja die Ältere wenn die dann mal... Es ist Haltung!
00:18:25: Das hat nichts mit Alter zu tun das ist einfach die Haltung die du mitbringst.
00:18:30: Und damals zur Zeit der drohenden Schulschließung quasi waren viele ältere Kolleginnen und Kollegen jetzt schon den Pensionen waren dabei und wurden aufgerüttelt.
00:18:42: Also nicht, dass hier alle geschlafen hätten.
00:18:44: So soll ich das gar nicht anhören?
00:18:45: Ja, aber es ging schon so ein Ruck durchs Kollegium, dass wir sagen, ihr müsst was tun!
00:18:48: Was können weh
00:18:49: tun?!
00:18:50: Wir sind zum Beispiel auch zu den Kitas.
00:18:51: also eine Idee war ne enge Kooperation mit Kitas zu schließen und zu sagen hey wir müssen die Kinder früher schon fördern ja wir müssen da Dinge installieren bevor sie in die Schule kommen und dazu müssen wie irgendwie mit dem mit den Kindertageseinrichtungen gut und intensiv und dauerhaft treffen im Jahr oder so, sondern wirklich jede Woche mit denen wir es zusammenarbeiten.
00:19:16: Auch wir Erwachsenen haben verschiedene Potenziale und Talente und auch Belastungsfaktoren.
00:19:22: Da gibt's Kollegen... Die sind hoch belastbar und andere nicht.
00:19:26: Und das sind manchmal gesundheitliche Dinge familiäre wie bei unseren Kindern, es ist nicht anders.
00:19:31: Da gilt es auch dort genauso nach Talenten zu gucken, nach Potenzialen zu schauen, Wertschätzung zu verteilen, so nicht schlecht übereinanderzureden... Also die Gerädchenfrage, ich hatte damit gerechnet Birgit, dass du das fragen würdest, weil das eigentlich mal alle tun?
00:19:47: Das ist eher so.
00:19:48: Wie kriege ich die mit, die das nicht wollen?
00:19:50: Es gibt immer ja ein Prozentsatz, die dann sagen, ne, mach' ich nicht!
00:19:53: Ja, find ich doof so.
00:19:55: Und das fragen alle Hospitantinnen und Hospitanten die hier sind wirklich kann nicht die Urnachstellen es kommt immer!
00:20:01: Ich kann da auch nie die Nobelpreisantwort geben aber wir haben festgestellt Es funktioniert am allerbesten durch Begeisterung eigentlich genau wie Hüter das sagt und wie's den Kindern geht und durch Wertschätzung.
00:20:14: also da sitzen dann zwei Kolleginnen im Lehrerzimmer und sie probieren etwas aus und finden es gut haben das Fett auch mit Schulleitung abgesprochen Ohne jetzt der besondere Schulleitungsplan zu sein, muss man genau hingucken.
00:20:27: Das sind dann nicht so... das dürfen nicht die beiden sein!
00:20:29: Die hängen mit der Schulleitung zusammen und wir sind jetzt so die weiß ich nicht.
00:20:33: Nein aber die haben was Gutes ausprobiert, man ist im Gespräch und dann erzählen sie da drüber und dann sind die begeistert.
00:20:39: Und dann tun die das?
00:20:40: Und sagen drei Viertel des Kollegiums?
00:20:43: Nee finde ich doof.
00:20:44: Die machen weiter.
00:20:45: Wir sind kontinuierlich dran, das kann sich über Jahre hinstrecken.
00:20:48: und wenn du immer wertschätzend bist.
00:20:50: Und wenn du einfach immer nur begeistert uns sagst, wenn ihr wüsste wie gut das geklappt hat probiert mal aus.
00:20:55: wir haben festgestellt es kamen immer mehr dazu.
00:20:58: dann fing der eine an, da fing die nächste an, er sagte ja tatsächlich ist funktioniert.
00:21:03: Das hat ganz viel mit Haltung, ganz viel einer wertschätzenden sensiblen Personalführung zu tun.
00:21:11: Du musst Streit unter die Füße kriegen, du musst vergeben können.
00:21:16: Das ist Haltung!
00:21:19: Vieles hängt an einer sehr guten Schulleitung.
00:21:26: Naja, einfach jemand.
00:21:28: Nein nicht nur aber ich höre es einfach raus.
00:21:32: du bist begeistert davon und kannst anstecken.
00:21:35: Ich glaube das ist einfach super super wichtig.
00:21:39: Und dann kann man es auch.
00:21:41: Dann kann man diese Wertschätzung rüberbringen dann kann mit Kleinigkeiten zufrieden sein Man kann mit denen die vielleicht nicht so dabei sind Die kann man auch begleiten und kann sagen auch wie du es machst is in Ordnung.
00:21:55: Das sind einfach ganz tolle Wesensmerkmale, denke ich die... ...die dazu führen dass man am Schluss der Winner ist.
00:22:02: Also so?
00:22:02: Ja!
00:22:03: Pass auf.
00:22:04: und noch etwas was mir gerade einfällt das Wirksamkeit zu erleben.
00:22:07: Das sind auch... ja es sind eigentlich ganz einfache Dinge.
00:22:11: So wirksamkeit in dem eigenen Handeln zu erlebten.
00:22:14: Das ist so wichtig.
00:22:15: Das nicht nur für die Kinder wichtig.
00:22:17: Können wir vielleicht auch nochmal drüber sprechen wie da geht zum Problemlöseprinzessel, die bei uns sehr stark im Vordergrund stehen so für die Kids.
00:22:25: Aber diese Wirksamkeit wollen auch Erwachsenen erleben.
00:22:28: Und so manche Erfahrende, ich nenne das jetzt mal so Kolleginnen und Kollegen wo du vielleicht denkst was ist mit der?
00:22:33: warum engagiert die sich nicht?
00:22:34: So wie ich mir das vorstelle oder so hat vielleicht lange jahre kaum Wirksamke erlebt.
00:22:38: wir kennen das ja in brennpunktzeiten.
00:22:40: Wo ist die wirksamkeit?
00:22:41: wir können nach Hause gehen Die Kinder lernen irgendwie nicht.
00:22:44: dann kann ich mein unterricht auch abspecken Kann ich auch sagen kommt es nützt eh nichts.
00:22:47: Ja die kinder streiten sich und kloppen sie vielleicht trotzdem oder machen irgendwelche dinge die Ich nicht möchte.
00:22:51: ja so und Das ist so wichtig Wirksamkeiten eigenen Handel zu erleben.
00:22:55: Und dafür ist es super, Raum zu schaffen und zu zeigen was wirklich funktioniert auch nicht irgendwas vorzuspielen ja so durchzudrücken.
00:23:07: für mich als Schulleitung ist mal ganz wichtig dass hier niemand mit hochrotem Kopf vor mir sitzt und denkt oh ich muss das jetzt übernehmen weil der schuleiter das irgendwie anweist sondern ich freue mich wenn wir auf Augenhöhe etwas durchdenken und vielleicht irgendwas neues einführen oder so.
00:23:23: Und das wirklich zu tiefsturchdenken, und ich erwarte Widerspruch.
00:23:27: Das sind wie jedem guten modernen Konzern ist es nicht anders.
00:23:29: wir brauchen immer auch den dreizehnten Mann also selbst wenn zwölf dann sagen sie richtig gut da muss einer den Gegenpart übernehmen und sagen ich suche jetzt mal einfach Argumente dieser Gegensprechen ja um dass wirklich das macht Disney das machen ganz viele Konzerne und das versuchen wir auch und heißt es einfach auf Augenhöhe zu arbeiten und sich selbst beispielsweise zurück nehmen zu können.
00:23:47: Ich habe eine gute Idee.
00:23:48: Also ich erzähle mal eine, ich habe immer lange davon geträumt jedem Kind eine Eins so ein Programm durchzuführen.
00:23:54: Das heißt einfach mal beispielsweise in der Jahrungsstufe Drei-Eins wo das Zeugnis jetzt nicht die weiterführenden Schulen interessiert und so Einfach Mal wie Nordrhein-Westfalen dürfen das?
00:24:05: Eine pädagogische Note zu geben und zwar in dem Fach wo ich als Klassenlehrerin Klassenderer sage Da ist das Kind am stärksten Und da gebe ich ihm dann nicht die drei.
00:24:14: nehmen wir jetzt mal so ein schwächeres Kind sondern ich gebe ihm die eins Und dann spreche ich mit ihm im Schülersprechtag darüber und sag, das ist dein Potenzial.
00:24:23: Da gucken wir auf dich!
00:24:24: Wir gucken nicht in die Ebene, also nicht in den Horizontale sondern wir gucken nur auf dich, wir vergleichen dich nicht.
00:24:29: Aber wenn wir auf Dich schauen es ist deine Eins, es ist Deine Stärke.
00:24:34: Toll Wahnsinn ja.
00:24:37: Ach so was ich noch sagen wollte war aber übrigens dieses Projekt habe ich nicht durchgekriegt bis heute nicht.
00:24:42: Also da gibt's schlagkräftige Argumente der Kolleginnen und Kollegen und das ist mein Herzensprojekt.
00:24:47: Akzeptiere es gerne, dass das noch nicht reif ist.
00:24:50: Das durchzusetzen oder vielleicht auch nie sein wird wenn wir sehen?
00:24:54: Also ein toller Ansatz ganz super!
00:24:57: Jetzt komme ich mal auf eine ganz andere Richtung weil das interessiert natürlich auch unsere Hörerinnen und Hörera bin ich mir ganz sicher.
00:25:08: Du hast gesagt, es ging nichts weiter und wir haben dann tatsächlich die Lehrpläne mal für eine gewisse Zeit auf die Seite gepackt.
00:25:15: Da leuchten natürlich so Menschen in Bayern gleich mal
00:25:20: alle Alarmglocken?
00:25:21: Ja ist auch richtig!
00:25:22: Was
00:25:22: sagte bei uns?
00:25:24: wäre es hier das Schulamt?
00:25:27: ja welche Steine sind dir da einen Weg gelegt worden oder gar nicht?
00:25:30: oder haben die gesagt Hauptsache es geht weiter.
00:25:33: du machst das schon.
00:25:36: Mir ist ein anderer Aspekt eigentlich ziemlich wichtig.
00:25:38: Also damals war das jetzt, wir haben es ja nicht rausposaunen.
00:25:42: Wir haben jetzt nicht allen erzählt was wir da machen so und wir konnten steigende Wehrergebnisse nachweisen spricht schon für sich aber mir ist wirklich wichtig dass wir dabei nicht stehen geblieben sind.
00:25:56: Also wir unterrichten heute anders, aber es war damals eine Erfahrung.
00:26:00: Das war so... Ja das musst du erlebt haben wie plötzlich Leistungen nach oben gehen wo du dich auf diese Basiskompetenzen konzentrierst und die trainierst und trainierest und trainiert.
00:26:10: Und ich würde das gerne mal skizzieren wollen wie wird das heute tun?
00:26:13: Weil dass eben damals der Ansatzpunkt war wie uns aber klar ist hoffentlich gute Grundschule, eben doch uns an die richtigen und Lehrpläne halten wollen.
00:26:24: Das ist uns wirklich wichtig das zu tun.
00:26:26: Ich habe ja vorhin auch schon mal gesagt Grenzen ausloaten wir haben viel mehr.
00:26:30: also in Nordrhein-Westfalen ist es so Wir haben wirklich viele Freiheiten.
00:26:33: oft sind dass unsere eigenen Lehrerköpfe die da im Weg stehen Und da heißt es mal zu loten und zu gucken Wieviel freiheiten hab ich denn?
00:26:41: wo sind sie denn?
00:26:43: Was kann ich tun?
00:26:44: jetzt würde ich da gerne anschließen.
00:26:47: Heute unterrichten wir anders.
00:26:48: Wir haben einen sogenannten Masterplan entwickelt und in diesem Masterplan findest du eine Dreiteilung aller Unterrichtsinhalte in allen Fächern, da gibt es Basiskompetenzen Es gibt Regelkompetencen Und es gibt Optimalkompetenz.
00:27:08: und jetzt Achtung damit meine ich nicht das Lesen was sich dann so in einem Basis Level kann oder dass sich dann in so einem Regellevel kann, oder ganz besonders gut bin im Optimallevel.
00:27:19: Ich meine keinen Level sondern wir haben die einzelnen Inhalte, die in den Wärplänen stehen zugeordnet.
00:27:26: ich nenne jetzt mal Beispiele.
00:27:28: ja das einmal eins in Mathematik ist für uns eine Basiskompetenz.
00:27:34: Wir sagen, das musst du auswendig lernen.
00:27:37: Also das musst Du können verstehen, auswendigt lernen.
00:27:39: Da wecke ich Dich alter Spruch nachts um drei und Du sagst mir mal viermal acht ist.
00:27:44: Das musst Du Können!
00:27:46: Wir erwarten dass Du bis zum Ende der Schulzeit das wirklich drauf hast.
00:27:52: Dann gibt es Inhalte.
00:27:53: die sehen wir als nicht so wichtig an.
00:27:56: also ich nenne ja was nenn ich mal.
00:28:00: Ich nehme mein Lieblingsbeispiel Wörtliche Rede.
00:28:03: bei uns in den.
00:28:05: Lehrplänen Nordrhein-Westfalen gibt es da einen Bereich, der sich um Zeichensetzung der wörtlichen Rede dreht.
00:28:11: so und wir schauen nicht auf unser Schulbuch sondern wir überlegen uns diese wortliche Rede brauchen wir eigentlich nicht groß.
00:28:20: also wer wir denken werden nutzt das denn noch bei WhatsApp?
00:28:24: Das nutzt du vielleicht wenn Du Journalist wirst oder wenn Du Autor wirst Bücher schreibst oder so.
00:28:30: und dann reicht es eigentlich auch, wenn du digital dein gelerntes Tafelbild abrufen kannst.
00:28:40: Also ich hab das früher immer vergessen kommt erst der Punkt und dann die Ausrufe, diese Gänsefüßchen oder erst die Gänselfüßen.
00:28:45: Dann das Ausruf.
00:28:46: wie war das denn nochmal?
00:28:48: Das muss sich mir aber nicht merken.
00:28:49: da muss ich mein Gehirn nicht mit belasten!
00:28:51: Das ist uns wirklich wichtig sondern wenn ich das dann wirklich benötige es ist eine optimale Kompetenz.
00:28:56: sie wird digital abgespeichert dann kann ich schauen weiß ich damals bei wem auch immer habe ich das gelernt und ich habe mir irgendwie gemerkt da gab's was.
00:29:04: wörtliche Rede kann man noch googeln Aber du kannst eben auch in deine Schuleigene klaut.
00:29:09: Bei uns ist das so hineinschauen, schaust du das Tafelbild an und sagst dir okay es kommt erst der Punkt und dann kommen die Gänsefüsien.
00:29:17: Lehrkräfte und Pädagogen brauchen Stärke, Stabilität und Resilenz um jeden Tag das Beste für andere Regime zu können.
00:29:25: dabei wollen wir als BLMV unsere Mitglieder optimal unterstützen.
00:29:30: Deshalb sind wir eine Kooperation mit der digitalen Gesundheitsplattform Nilo eingegangen, über die ihr umfangreiche Beratungs- und Coachingangebote für eure mentale Gesundheit bekommt.
00:29:42: Unterstützt haben uns dabei der BLV Wirtschaftsdienst und die Versicherungskammer Bayern.
00:29:48: Alle Informationen dazu bekommt Ihr unter www.blv.de.nilo.
00:29:55: Den Link gibt es natürlich auch in den Show notes.
00:30:01: Und wir wollen uns da von Schulbüchern zum Beispiel nicht unbedingt, wir wollen es von denen nicht gängeln lassen.
00:30:09: Also das gibt viele gute Bücher.
00:30:11: ich will die gar nicht so kritisieren aber uns wurde das deutlich im ersten Schuljahr dass zu einem relativ unscheinbaren geometrischen Thema, ich habe gleich ein Inhalt gerade vergessen.
00:30:22: genauso viele Aufgaben gestellt wurden in diesem Mathebuch in Jahrestufe eins wie zur Zahlzerlegung Die Zahl-Zerlegung, wenn du die nicht kannst als Schüler dann brauchst mit Mathe gar nicht weitermachen.
00:30:34: Das ist in Mathematik eigentlich die Basiskompetenz aller Basiskompetenzen.
00:30:38: diese Zerlegungen von Zahlen ja so dass du die inaktiv ikonisch symbolischen weiter völlig drauf hast richtig gut drauf hast.
00:30:45: aber viel zu wenig Material zum Beispiel im Buch und dann ab wenn du an dich anhand des Buches entlang hangelst würdest du viel zu wenige Zeit dieser Basiskompetenz widmen Und so teilen wir das ein.
00:30:58: sind Dinge, die du für immer auswendig in deinem Kopf wissen musst.
00:31:02: Optimal Kompetenzen sind Dinge ,die du digital recht schnell nachschlagen kannst, wo du dir Stichworte merkst.
00:31:10: und Regelkompetencen – wir sind keine Uni!
00:31:12: Wir sind eine kleine Grundschule.
00:31:14: Regelkompetensen sind ganz viele Dinge dazwischen.
00:31:17: Weiter sind wir noch nicht gekommen aber das war gar nicht so viel Arbeit.
00:31:21: Viele glaube ich würden vielleicht denken oh nein da muss ich den ganzen Lehrplaner auseinander nehmen pädagogische Konferenzen, glaube ich dafür benötigt.
00:31:30: Und jetzt steht der Plan?
00:31:31: Jetzt können wir das ganz auch digital abbilden sind mit einigen Unis und so weiter im Gespräch.
00:31:36: Ich weiß auch dass sie sich in Berlin beim IQB darum kümmern und auch verschiedene Universitäten beauftragt haben.
00:31:42: Ja und wir haben das für uns einfach so getan und das hängt also jetzt schließt sich so ein bisschen der Kreis.
00:31:48: Wir haben es auch deswegen gemacht weil wir genau hinschauen wollen was mit unserer Zeit tun.
00:31:55: denn wir haben schon den Eindruck Ja, dass wir gehetzt sind und das dann die Mutter am Ende des Schulers kommt und sagt warum haben sie nur die Hälfte des Buches durchgearbeitet?
00:32:05: Das ist für eine Lehrerin.
00:32:07: Sie haben ja gar keinen vernünftigen Unterricht gemacht und du bist immer irgendwie gehetzt und es sind so viele Inhalte und wir sagen das kann nicht sein, dass du alle Inhalten da irgendwie in der Woche oder wie auch immer dadurch hächelst.
00:32:17: Die Kinder haben das gar nicht richtig verstanden und du gehst weiter und gehts weiter und sagst vielleicht, du bist vielleicht zu dumm liebes Kind, konntest du leider nicht alles merken.
00:32:24: Sagen wir nee!
00:32:26: So bauen die Inhalte nicht aufeinander auf.
00:32:29: Deswegen nennen wir das Ganze Priorisieren und Digitalisieren.
00:32:33: Wir priorisieren diese Inhalten noch mal in Basis, Regel- und Optimalkompetenzen – da sind auch Zeitfaktoren, die wirklich dahinter stehen!
00:32:41: Und wir digitalisieren ein ganz wichtiger Punkt.
00:32:43: Warum sollen wir nicht auch in freier Zeit, also in Lernzeit so nennen wie das selbstständigen Lernen Kindern zutrauen?
00:32:51: Auch schon in der Grundschule sich mit guten Lernvideos auseinanderzusetzen.
00:32:57: Soll ich nochmal eine lustige Geschichte dazu erzählen oder was heißt?
00:33:00: Ich weiß nicht, ob die lustig ist aber... ...ich bewundere immer so ja, ich rede jetzt auch mal von meinen eigenen Söhnen oder was heisst Bewunderer?
00:33:06: und eigentlich ne, eigentlich bin ich da manchmal erschrocken weil ich dann so denke wieso lernst du nicht für deine Geschichtsklausur?
00:33:12: Da musst du doch hier für die Kaiserzeit das musst du irgendwie in Büchern nachlesen.
00:33:17: Der Vater wurde immer unruhiger, also ich.
00:33:19: Irgendwann kam der Sohn an und sagt Papa, bleib mal ganz ruhig!
00:33:22: Ich zeig dir mal was.
00:33:23: Und er zeigte mir ein richtig, richtig gutes Lernvideo über die Deutsche Kaiserzeit.
00:33:29: Er sagte es schaue ich mir noch drei, vier Mal an... ...und dann schraube ich meine Klausur oberstufe vorgemerkt.
00:33:34: Klausure mit zwei Minus abgeschnitten.
00:33:36: irgendwie glaube ich wenn nicht mich recht entsinne?
00:33:38: Also gut und das ist ein ganz anderes Lernen ja so und darin in dieser Welt leben Wir leben unsere Kinder und leben wir.
00:33:46: Und das ist ein Zeitfenster, die wir uns als Schule quasi generieren können und die wir auch nutzen wollen.
00:33:54: Spannend!
00:33:55: Ist einfach super spannend?
00:33:58: Ich würde jetzt gerne etwas aufgreifen.
00:34:00: Und zwar hast du eben gesagt dann kommt die Mutter am Ende des Schuljahres und sagt warum habt ihr nur das halbe Buch geschafft?
00:34:08: Uns wäre einfach zu erfahren, wie werden die Eltern eingebunden bei euch in euer Schulleben?
00:34:16: Die haben Kontakt zur anderen Schulen wo es anders läuft.
00:34:20: Ich selber bin Großmutter einer Enkelin, die auf eine Montessori-Schule geht guckt da auch immer mit wachen Augen, wie geht's da weiter?
00:34:28: Vergleiche wo ich selber eben im normalen Schulsystem sozialisiert worden bin und lerne dann noch ganz viel.
00:34:36: Wie werden Eltern eingebunden?
00:34:37: Sie sind ja sicherlich super zufrieden mit den Ergebnissen die ihr habt!
00:34:42: Und ich könnte mir vorstellen dass sogar einige extra sagen wir möchten das mein Kind an eure Schule geht weil da einfach Super toll gelernt wird gut auf mein Kind eingegangen wird.
00:34:53: Wird nachher auch gerne noch über die Bandbreite und die Heterogenität an deiner Schule zu sprechen kommen, aber erst mal wie nehmt ihr Eltern mit?
00:35:03: Wie werden Eltern integriert in euer tun?
00:35:07: Oh ja das ist eine große Frage.
00:35:08: wahrscheinlich willst du gleich nochmal fragen müssen oder so dass es ein Riesenthema also.
00:35:14: Wir durchleben gerade einen Wandel.
00:35:16: Ich glaube, das ist schon deutlich geworden von einer Brennpunktschule zu einer... wie soll man das andersrum denn nennen?
00:35:22: Also wir sind mittlerweile im sehr hohen Sozialindex so heißt es bei uns in Nordrhein-Westfalen und das ist schwierig, das innerhalb von drei vier Jahren zu erleben weil dann manchmal verschiedene Systeme braucht und als Schule das manchmal nicht so schafft, die schnell zu verändern.
00:35:39: also Im Brennpunkt war das echt manchmal von Vorteil, dass Eltern nicht viel nachgefragt haben.
00:35:46: Wir waren immer transparent, sind für heute noch gar keine Frage.
00:35:48: Wir verstecken nichts und vor allem nichts auch was unsere Konzepte angeht.
00:35:51: ganz viele stehen auf der Homepage.
00:35:52: wir freuen uns wenn Leute auch mal gucken oder sagen Mensch das können wir gebrauchen oder da können wir irgendwie nutzen von ziehen.
00:35:57: Eltern schulen wer auch immer.
00:35:59: Und jetzt ist es so, dass wir zunehmend Eltern haben ... die eine hohe Erwartungshaltung haben.
00:36:07: Also, die natürlich sagen ja ich melde mein Kind doch an der Superschule irgendwie, das ist doch hier irgendwie ne Schubreißschule und so... Und erwarte ich doch dass mein Kind dann auch Abitur macht nachher?
00:36:16: Ja, und dass da noch alles fluppt?
00:36:18: Ist aber nicht so!
00:36:19: Am Anfang hab' ich ja in die Einleitung schon gestartet damit wir sind eine ganz normale kleine zweizügige Grundschule, die einfach sich müh gibt die Kinder für die Zukunft zu machen und natürlich sind wir Wie ich schon sagte, sehr transparent.
00:36:33: Das heißt unsere Eltern dürfen kommen zur Hospitation.
00:36:37: Die Eltern des ersten Schuljahres bekommen ganz viele Infos über verschiedene Elternabende Über unser ausgefeilte Schulprogramm auch über unserer Homepage.
00:36:47: Da ist Transparenz ganz wichtig.
00:36:48: Wir versuchen Vertrauen zu schaffen.
00:36:51: Auch da vielleicht mal so ein kleines Beispiel Erste Schuljahr Ganz besonders Stelle vor.
00:36:58: Du ruft als Klassenlehrerin nicht bei einem Kind an, weil es etwas schlecht gemacht hat oder sich daneben benommen hat.
00:37:06: Sondern du rufst ganz bewusst bei einem kind an oder die Eltern eines Kindes an und sagst ich muss ihnen was erzählen.
00:37:12: Achtung Hüter bildungslose Wertschätzung!
00:37:14: Ich muss ihn erzählen ihr Kind heute hat das und das gemacht.
00:37:18: Das muss überhaupt nichts besonderes sein ja aber Du ruftest an und sass voller möglicher Begeisterung?
00:37:22: Das war richtig gut.
00:37:23: heute wollte ich Ihnen nur mitteilen Und dann sagste tschüss bis morgen und stell dir vor dass machst du zweimal oder dreimal.
00:37:32: Was lernen Eltern?
00:37:34: Was lernt das Kind?
00:37:35: Das Kind wird gewertschätzt, es wird geliebt.
00:37:38: Das ist nicht ein Gegeneinander, das ist ein Miteinander und eigentlich kann ich Vertrauen haben vor allen Dingen weil beim vierten Mal vielleicht wäre schön wenn nicht aber dann einen Anruf kommt oh wir müssen mal reden da passt was nicht!
00:37:49: Dann wissen aber Eltern jetzt geht's nicht darum irgendwie jemanden klein zu machen oder zu tyrannisieren, ich weiß auch nicht.
00:37:56: Ich bin ja selbst Papa und das ist immer nicht leicht!
00:37:59: Das sind Emotionen mit dem Spiel, das sind die eigenen Kinder, die sind plötzlich nicht mehr in deinem Zugriff.
00:38:03: und dann machst du dir Sorgen und denkst oh, wenn ich da etwas falsch mache, dann wird die Schule an meinem Kind auslassen und was weiß ich?
00:38:10: Und deswegen heißt es Vertrauen generieren, vertrauen generiern, vertrauen generieren... In Brennungszeiten haben wir Hausaufgaben abgeschafft.
00:38:18: übrigens, das ist eine ganz interessante Geschichte, die sich in den letzten Jahren ändert.
00:38:21: Ja, ich will auf die Gründe gar nicht weiter eingehen und jetzt ist es so dass wir Hausaufgaben wieder einführen.
00:38:26: Weil wir das Elternpotenzial tatsächlich nutzen wollen ja weil wird da ganz viel Potenzial sehen und sagen ja das müssen wir abgreifen und weil Eltern das auch wollen.
00:38:35: noch am Rande was wir was vielleicht eine kleine Besonderheit ist neben allen Eltern Cafes und Schullebensveranstaltungen und so Wir führen sogenannte Elternworkshops durch gar nichts Wildes aber Das hat eine hohe Wirksamkeit.
00:38:51: D.h.,
00:38:52: wir informieren die Eltern zu bestimmten wichtigen Unterrichtsthemen.
00:38:59: Nehmen wir mal wieder die Zahlzahllegungen in Mathematik, du möchtest als Mama oder Papa gerne helfen und wie kann ich das tun?
00:39:06: Das war ein Brennpunktzeichen übrigens auch ganz wichtig.
00:39:08: So, Mama und Papa wollten auch hatten aber gar keine Ahnung was kann ich denn überhaupt da irgendwie so machen?
00:39:12: und das ist dabei heute nicht anders.
00:39:14: Und dann sagen wir kommt doch einfach kurz vorbei.
00:39:17: Wir trainieren das mit den Kindern sowieso eben gerade.
00:39:19: Dann kommt ihr und dann nehmt ihr auch mal so eine Schüttelbox in die Hand.
00:39:22: Und dann guckt euch das an, wie wir es machen mit diesen Maiskörnern da in dieser Streichholzschachtel sozusagen.
00:39:28: Nehmt sie mit nach Hause und nach drei Wochen gebt er uns die wieder!
00:39:31: Ja?
00:39:31: Und dann machen wir das ganze.
00:39:32: dieser Elternworkshop geht da eine Stunde am Vormittagsbereich.
00:39:36: Jetzt wollen unsere Eltern übrigens dass es Nachmittag oder abends ist.
00:39:39: man merkt Bildungsnah Schule.
00:39:41: jetzt viele sind arbeiten.
00:39:42: Da müssen wir ein paar Systeme umstellen und versuchen unser Bestes zu geben, aber es sind immer wieder fünfzehn-zwanzig Eltern in diesen Workshops dabei.
00:39:51: Und wir versuchen dann eben sie auch wirklich die Unterrichtsinhalte mit hineinzunehmen.
00:39:56: Wir sind auch eine Schule, die nicht sagt halt stopp bis hierhin noch nicht weiter sondern wir haben eigentlich sehr offene Türen und das heißt immer da eine gute Waage zu halten.
00:40:04: also ich glaube wir sind da immer schnell dabei das Kind mit dem Bade auszugießen.
00:40:09: Jetzt kommen gar keine Eltern mehr in die Schule oder so.
00:40:12: Und wir gucken einfach genau hin, es gibt immer wieder Eltern, die bei uns im ausgefeilten und offenen Anfang der morgens so anderthalb Stunden ungefähr geht.
00:40:20: Die Kinder können zwischen sieben und halb neun hier zur Schule kommen, können dann schon Lernzeit machen und können kickern und tanzen und ganz viele Dinge da, die sie möglichst begeistern.
00:40:30: Da kommt noch Eltern mit und die dürfen das auch!
00:40:34: Aber es gibt auch Situationen, wo dann unsere Schulsozialarbeiterinnen nach einem kurzen Gespräch in der Konferenz nochmal kurz ein Absprache oder so auch mal auf Eltern zugeht und sagt hört mal dein Kind kann das jetzt doch alleine.
00:40:45: Also es wäre schön, wenn du jetzt noch bis zur Tür bringst oder vielleicht ab morgen auch von zu Hause gehen lässt.
00:40:50: Und dann heißt das aber wirklich individuell einzeln Personen quasi anzusprechen.
00:40:55: Das ist eine Menge Arbeit wie ich das mit dem Telefon anrufen gerade schon sagte.
00:40:58: Das is mir sehr bewusst!
00:41:00: Aber die Effekte und die Wirksamkeit, die man erlebt zum Beispiel wenn's nachher zu Konflikten kommt oder so, ja?
00:41:06: Die laufen wir uns ganz anders ab... Wundert sich manchmal das Jugendamt, wenn man dann zusammensitzt.
00:41:10: Und es geht um auch wirklich richtig schwierige Dinge, wo man eigentlich erwarten würde, dass Eltern und Schule da völlig gegeneinander schießen irgendwie... Das ist häufig wirklich im Gegenteil der Fall!
00:41:22: Man weiß, dass man sich eigentlich helfen will und fürs Kind da sein will.
00:41:25: Das sind gute Effekte.
00:41:26: Deswegen beziehen wir Eltern grundsätzlich viel mit ein, müssen ab trotzdem immer wieder Grenzen setzen?
00:41:31: Keine
00:41:32: Frage?!
00:41:34: Ja, ehrlich gesagt vielleicht auch noch mal zum Abschluss für diese Frage.
00:41:37: Wir machen es einfach auch gerne weil's häufig auch Spaß machen kann.
00:41:42: also das ist so das sind keine Gegner so Sondern dass manchmal wirklich lustig.
00:41:49: wunderbar wenn man das so sehen kann.
00:41:52: Das klingt super zeitintensiv Für dein gesamtes kollegium.
00:41:56: die Kinder können um sieben kommen Eltern dürfen dabei sein es sind bestimmt viel mehr elterngespräche als So normal, was immer normal auch sein mag und Spaß.
00:42:07: Und Freude daran ist ja eine tolle Sache.
00:42:10: aber trotzdem muss ich die Zeit hier irgendwie aufbringen.
00:42:13: Wie schaut das aus?
00:42:15: Hast du ausreichend Personal dass sie zeitlich nicht einfach zu sehr in Anspruch genommen werden?
00:42:23: Ja das ist natürlich immer Als Schulleiter.
00:42:26: jetzt darauf zu antworten ist schwierig.
00:42:27: Der wär schön, wenn die Kollegin um die Ecke käme und könnte so aus vollem Hals sagen, es ist anstrengend aber es funktioniert und das ist gut oder wie auch immer.
00:42:34: Also ich glaube auch eine gewisse Anstrengung steckt dahinter und ich bin mega stolz auf mein Team was sich da wirklich... sehr aufopfert.
00:42:42: Wo ich manchmal bremse oder wo wir als Schulleiter manchmal auch bremsen, ist das manchmal auch ein Job für uns zu sagen nein stopp halt es macht ihr jetzt nicht auch noch da.
00:42:49: setzen wir jetzt mal auch wenn's supergut eine tolle Idee ist oder wie auch immer nein stop die Belastungs hoch genug und dann gibt es.
00:42:56: Also wenn ich von offenem Anfang beispielsweise spreche ist das nicht so, dass jetzt da Leute also Kolleginnen und Kollegen unbezahlt quasi dann irgendwie vor Ort sind.
00:43:06: Sondern es sind ganz normale Lehrerstunden die nach einem ganz ausgefeilten Konzept, unser Stundenplan, das Herzstück der Schule... Das ist wie Schachspielen, da sitzt man eine ganze Weile dran und überarbeitet auch immer wieder Und so sind nicht Zusatzstunden erforderlich.
00:43:19: Das ist definitiv so und wir versuchen auch mit unserem Geschäftsverteilungsplan, auch mit unseren Teilzeitkonzept möglichst immer wieder drüber nachzudenken.
00:43:29: wo können wir für Entlastungen sorgen?
00:43:31: bei jedem Schulentwicklungsprozess?
00:43:33: ja legen wie immer die Brille darüber was bringt uns wenn wir Basiskompetenzen trainieren mit Kursen?
00:43:39: Wie wird das so machen?
00:43:40: dann schauen wir beispielsweise hin und sagen uns welchen Benefit haben wir?
00:43:44: Ja pass auf diesen Kurs brauchen wir nie wieder vorbereiten.
00:43:46: gibt es einen Padlet, also eine Taskart digital.
00:43:49: Da gibt's ein Ordner.
00:43:50: Du bist jetzt für die nächsten fünf Jahre der Rechtschreib, keine Ahnung, Lehrer, der immer diese Basis-Trainingskurse dort durchführt und diesen Kurs brauchst du nicht mehr vorbereiten.
00:43:58: Jetzt ziehst du aus der Tasche oder gehst nochmal ab und zu zur Fortbildung und kannst in die Tiefe differenzieren.
00:44:03: aber das fühle ich eine Entlastung Oder auf einer Anfang.
00:44:05: Viele Kollegen, wie ich schon sagte haben kleine Kinder die wollen die nicht einfach in die Kita schmeißen.
00:44:09: ein Kind steht weint an der Tür.
00:44:11: Mama so Hilfe Ich will nicht in die kita und dann kommst du schon mit einem schlechten Gefühl in die Schule Denken wir wieder ans Lachen bei Kolleginnen und Kollegen Und wir sagen hier wir fangen einfach hat neuen an.
00:44:19: dürfen Wir können wir.
00:44:21: vorher bauen wir dann zu schrittweise auf.
00:44:23: und liebe kollegin Du mit deinem kleinen Eingewöhnungskind in der Kita Du kommst halt erst um halb neun und prompt ist eine lachende Kollegin mehr in unserer Schule
00:44:31: schön auch hier wahnsinnig zugewandt.
00:44:35: Das merkt man einfach in jedem Satz, den man von dir hört!
00:44:38: Ja?
00:44:38: Also eine tolle Sache.
00:44:43: Die Kinder gehen bei dir vier Jahre an die Grundschule und dann kommt der Übertritt.
00:44:50: Dann die weiterführende Schule.
00:44:52: Wie geht es diesen Kindern an den weiterfühlenden Schulen?
00:44:56: und
00:44:57: vielleicht gleich noch die Frage, die sich da für mich einfach auch ergeben hat könntest du dir vorstellen, dass euer Konzept des Vertrauens der Persönlichkeitsorientierung des Mutmachens auch auf weiterführende Schule zu übertragen ist.
00:45:12: Fallen die da in ein ganz dickes schwarzes Loch diese Kinder?
00:45:16: Wenn sie an jetzt eine ... Ein humanistisches Gymnasium kommen was nach ganz strengen Maßstämen geführt wird.
00:45:24: Gibt's ja noch!
00:45:25: Also wenn wir Rückmeldungen kriegen oder ich will so sagen, wir kriegen nicht viele Rückmeltungen aber Rückmeldungen kriegen, vielleicht das Negative kriegt man ja auch manchmal selten da eher.
00:45:36: Aber wir erleben dass Kinder als stark beschrieben werden also dass sie mit beiden Beinen auf dem Boden stehen, dass Sie wissen was sie können oder was sie nicht können und so das wird uns zurückgemellt.
00:45:47: eure Kinder sind irgendwie so lebensstark.
00:45:49: ich habe bis heute nicht einen richtigen begriff gefunden.
00:45:51: ja und darum würde ich gerne noch mal einmal eine kurze sache anknüpfen.
00:45:56: Ja, eins ist mir noch ganz wichtig.
00:45:58: Wir haben gerade bei Basiskompetenzen gesprochen aber vielleicht jetzt zum Schluss nochmal mit das Allerwichtigste was wir über wir noch nicht gesprochen haben.
00:46:04: Das ist der Beginn unseres Lernens überhaupt und zwar ist es das Problem lösen.
00:46:08: Es hat etwas mit Zukunftskompetencen auch zu tun sich weiter drauf eingehen.
00:46:12: Wir sagen Aber wir sind umgeben in einer weltvoller Probleme.
00:46:16: also Das kleine Kind möchte Fahrrad fahren, hat das Problem.
00:46:21: So geht es uns bis heute!
00:46:22: Was koche ich zum Mittagessen?
00:46:23: Wie bereite ich meine Unterrichtsstunde morgen vor?
00:46:25: Sind alles Probleme und wir müssen unsere Kinder vorbereiten und das tun wir in unserer Schule versuchen ihnen zu zeigen wie kann ich das
00:46:31: machen?!
00:46:32: Wie kann ich mein Problem lösen?
00:46:34: Dafür haben wir immer wieder Projektepochen wo wir die Kinder mit ganz interessanten motivierenden Herausforderungen und Problemen konfrontieren.
00:46:41: beispielsweise verdiene Geld Seltsam für eine Grundschule vielleicht, aber wir sagen verdiene Geld und die Kinder sehen dann sagen ja.
00:46:48: Und dann ja dafür kannst du den nachher lego oder pokemon karten oder was auch immer kaufen?
00:46:52: Die kinder gehen total ab freuen sich wollen das tun stehen aber daran sagen wie wie wie denn Wie kann ich das denn?
00:46:58: und dann zeigen wir ihnen wie lesen musst.
00:47:01: du können Ja übrigens ja recherchieren musst Du können.
00:47:04: wie kann ich dieses problem lösen?
00:47:05: schau im internet nachher wie geht das?
00:47:07: ja Lies mal, die stehen dann und verkaufen.
00:47:11: Und die Lehrerin sagt wir wollen viel Geld verdienen macht die Preise höher.
00:47:14: das läuft gut und die Kinder müssen ständig bis zum hunderte anders ergänzen und merken plötzlich kann ich gar nicht gut.
00:47:19: Die Lehrerin kann sagen hey das ist eine Basiskompetenz übt das und trainiert es nochmal.
00:47:23: ja das heißt wir uns ist wichtig und deswegen du sagtest dass zwischen durchmal so von wegen wir sind Grundschule.
00:47:30: Das ist das Schöne eigentlich dass wir versuchen, die Kinder fit zu machen.
00:47:35: Dass sie die Probleme oder kein Problem will ich es nicht nennen?
00:47:38: Die Lernaufgaben und Herausforderungen, die Sie an der weiterführenden Schule haben, das Sie diese selbstständig lösen können.
00:47:45: Das Sie wissen!
00:47:46: Ich kann mir Lernvideos angucken.
00:47:47: Ja, ich kann im Internet recherchieren.
00:47:49: Ich kann jemand fragen.
00:47:50: Ich habe gewisse Grundkompetenzen drauf um mit denen kann ich arbeiten und die brauche ich für dieses Problem lösen.
00:47:59: Ja und damit schließt wird auch nochmal so der Kreis, denn das war jetzt noch mal die ganz schnelle Zusammenfassung unseres Konzeptes.
00:48:04: Das ist der Ausgangspunkt.
00:48:06: also es geht hier nicht wenn wir bei Basis Kompetenzen sprechen darum immer nur die werden natürlich trainiert und auch das wollen wir dass die Kinder die alle können.
00:48:14: aber sie stehen im Zusammenhang.
00:48:16: Das heißt, die Kinder sollen eigentlich wissen.
00:48:17: Die brauche ich!
00:48:19: Damit ich demnächst mein Hobby im Treffpunkt Grimm an der Schulversammlung vorstellen kann und die Präsentationen, die ich halten muss.
00:48:27: Dafür brauch' ich bestimmte
00:48:29: Kompetenzen.".
00:48:30: Und das ist unser Kern...und ich hoffe, dass unsere Kinder davon profitieren an der weiterführende Schule.
00:48:39: Und ehrlich gesagt hoffe auch, dass unsere Kolleginnen und Kollegen davon profitiert.
00:48:42: Ja, dass die Kinder dort genau diese Grundlagen erlernt haben.
00:48:47: Und vielleicht weniger... Vielleicht haben unsere Kinder ein bisschen weniger Fachwissen in dem Sinne?
00:48:50: Wo man sagt, oh nee ich weiß das nicht über Mozart hab' ich vielleicht noch nicht gehört hört sich vielleicht jetzt schlimmer an so, ne aber sie wissen ach warte mal wer ist denn daß ich googlen?
00:48:58: mal eben.
00:49:00: Also könnte man jetzt sagen, wenn die Kollegen und Kollegen an den weiterführenden Schulen auf Schülerinnen und Schüler aus deiner Schule treffen dann denken sie vielleicht mal darüber nach.
00:49:10: Schule bei sich auch ein bisschen anders zu denken.
00:49:14: Das weiß ich nicht.
00:49:15: also wir sind ja... Ja...
00:49:18: Man könntest du es dir vorstellen dass so euer Konzept auch da greifen?
00:49:22: Also das ist so eine Idee von mir auch gewesen.
00:49:25: was ich sage die Dinge anders zu betrachten sollen nicht nur an den Grundschulen stattfinden, sondern täten denke ich auch weiterführenden Schulen gut.
00:49:37: Das habe ich schon vor Jahren gesagt ohne jetzt konkrete Beispiele zu nennen.
00:49:41: Auf jeden Fall nur noch mal auf unseren Herrn Hüter quasi zurückzukommen.
00:49:46: Wir müssen wissen, wie unser Gehirn funktioniert.
00:49:48: Wir haben es mit Gehirnen zu tun, ob an der Grundschule oder weiterführenden Schule und auch immer.
00:49:52: Wir wollen dass die Gehirne gut funktionieren.
00:49:55: Wann funktionieren sie gut?
00:49:56: Was haben wir gelernt?
00:49:58: Also stecken Menschen in den CT und schauen wann funktioniert das Gehirngut wenn es begeistert ist?
00:50:02: was müssten also tun?
00:50:04: Wir sagen wir bringen die Kinder zum Lachen ja wir begeistern Sie wir schaffen motivierende Unterrichtsthemen.
00:50:09: Ja und du weißt auch, dass ein Gehirn nicht gut funktioniert wenn es Angst empfindet.
00:50:13: Das ist dann blockiertes.
00:50:14: also heißt mich als Schule egal welche Schulform ich bin Ich muss möglichst diese Angst irgendwie heraus kriegen Und trotzdem erwarte ich Leistung.
00:50:21: das ist gar keine Frage die erwarte Und ich glaube, dass das Grundlagen sind.
00:50:26: Übrigens auch diese Zeiterspannung.
00:50:27: Das machen viele weiter für in den Schulen.
00:50:29: Ja so dann gucken wir ins Mathebuch und sehen, ach guck mal diesen ganzen Themenblock habt ihr gar nicht bearbeitet?
00:50:33: Warum eigentlich nicht?
00:50:34: steht doch im Mathebuch?
00:50:35: Dann sagen die Kollegen ja wir haben die Zeit nicht gehabt und das ist jetzt nicht das ganz so wichtige Thema denke ich.
00:50:39: okay es ist nicht anders was wir gerade tun.
00:50:41: lasst uns auf unser Zeilfenster schauen.
00:50:43: wie wird das nutzen?
00:50:44: also das heißt prioritisieren digitalisieren und dann auch Zeit zu haben zum Beispiel für Wertschätzung was eben auch Zeit benötigt.
00:50:52: Dann höre ich auch schon mal, ich habe das von einer weiterführenden Schule gehört.
00:50:55: Ja nee, das ist ja Kuschelpädagogik!
00:50:58: Wir müssen ja knallhart auf Leistung setzen und wir sagen Das ist aber die Voraussetzung und dafür brauchen wir Zeit.
00:51:03: Und wie können wir die generieren?
00:51:04: indem wir priorisieren digitalisieren?
00:51:08: Also schließt für mich ganz schön der Kreis.
00:51:11: was mir jetzt noch am Herzen liegen würde ist Ich finde es einfach super toll da steht ja in eurem Konzept drin dass ihr gleichermaßen also richtig gut begabten Kinder und auch die minderbegabten Kindern mitnehmen.
00:51:26: Das finde ich einfach eine ganz, ganz tolle Sache.
00:51:30: an normalen Grundschulen ist ja da oft eine Überforderung der einzelnen Lehrkraft was ich durchaus ja auch verstehen kann Und eben auch die Zusammenarbeit, wenn ich das richtig gelesen habe mit außerschulischen Partnern um speziell auch die gut begabten Kinder mitzunehmen.
00:51:48: Das ist sicherlich eine große Herausforderung.
00:51:50: Kann das in einer Gruppe geleistet werden oder finden da viele Differenzierungen statt?
00:51:57: Ja, das ist auch eine ganz, ganz schwierige Frage.
00:51:59: Also wir haben große Klassen und jetzt nicht erschrecken.
00:52:01: Wir haben teilweise bis zu dreiunddreißig Kinder in den Klassen also dann finden wir jetzt schon auch halt groß ehrlich.
00:52:06: Das lässt sich nicht unbedingt verhindern nur dass es eine echte Belastung für die Kolleginnen und Kollegen.
00:52:11: Das ist wirklich überhaupt keine Frage.
00:52:13: mittlerweile glaube ich unsere Lernzapplände sind sehr differenziert Fluppt so, das kommt also quasi schon aus der Hand.
00:52:19: Der Kolleginnen und Kollegen raus ist trotzdem eine echte Hausnummer mit den Kindern dementsprechend so differenziert zu arbeiten.
00:52:25: Und dann sind wir natürlich sehr durchlässig... was die Jagenstufen angeht sowieso, aber auch von unserer Gesandarbeit.
00:52:32: Also wir haben noch nicht über unser Kaleidoskop gesprochen.
00:52:34: Ich weiß gar nicht, wie viel Zeit wir noch haben.
00:52:35: Aber unser Kaleskop ist ja so.
00:52:38: alles, was nicht Klassenraum ist und da befinden sich ganz viele pädagogische Mitarbeiterinnen... Das ist das Ganzvieler bei einigen Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder auch Lehrerstellen, die man über irgendwelche anderen Töpfe dann quasi generiert.
00:52:50: Und da bist du immer in der Lage dort Kinder zu schicken.
00:52:53: Die kriegen einen kleinen Pieper mit sowie beim Vapiano glaube ich.
00:52:56: wenn ihr wieder zurück in die Klasse geholt.
00:52:59: Und dann kannst du sie schicken, du kannst sie zur Einzelförderung zu Gruppenförderungen schicken.
00:53:03: Dementsprechend sind auch unsere Kaleidoskop-Räume halt ausstaffiert so möbliert sozusagen.
00:53:08: Das ist ein sehr komplexes System.
00:53:11: das ist aber mit der größten Herausforderung glaube ich, die wir als Schulen quasi zu bewältigen haben.
00:53:16: Das is überhaupt keine Frage!
00:53:17: Ich fand das schön, Birgit dass Du gerade schon sagtest es ist uns für mich auch wichtig, dass wir wirklich unsere leistungsstarken Kinder sehen also Unsere ja nicht so starken Kinder, die stehen auch im Mittelpunkt.
00:53:28: Ich erlebe nur in der Politik vor allen Dingen in letzter Zeit sehr häufig ... Dass wir uns sehr darauf konzentrieren.
00:53:35: Also die neuste Maßnahme, wie heißt es denn nochmal?
00:53:37: Die zwanzig Milliarden Euro, die jetzt an viele Schulen ausgeschüttet werden.
00:53:40: Startchancenprogramm ist keine Frage.
00:53:43: Das ist notwendig und wichtig.
00:53:45: Und ich sage das nicht hier, dass mir einer unterstellt, ihr seid ja keine Brenmpunktschule mehr.
00:53:48: Jetzt versuchst du nur da Geld dazu generieren, nie so meine ich das nicht.
00:53:52: Wir müssen alle Kinder, alle unsere Kindern Schritt weiterbringen.
00:53:55: Sie müssen alle Basiskompetenzen beherrschen.
00:53:57: Das ist gar keine Frage, das ist ein Problem auch an einer Brennpunktschule.
00:54:00: Viele nicht deutsch- sprechende Kindern so dass es echt ein Problem.
00:54:03: da brauchst du auch andere Ressourcen oder mehr ressourcen und trotzdem müssen wir grundsätzlich gucken auch einen hochbegabtes also höher begabtes Kind.
00:54:12: Müssen wir dementsprechend fördern dass auch das weiter kommt wie in unserem Wirtschaftsstandort Deutschland.
00:54:18: das ist echt wichtig.
00:54:19: ja dass wir unsere Ja dürfen wir von den lieb sprechen das ist ein komischer Begriff aber wie sollen wird es nennen?
00:54:23: ja so oft unsere wirklich starken.
00:54:26: Kinder gerade die brauchen wir für unsere zukunft haben auch wieder in den Anschluss zu halten sehen dass wer grade was hier passiert und von daheim müssen wir die wirklich auch fördern und fordern, unsere Experten arbeiten könnte man beispielsweise dann nennen die dürfen rausgehen also bei uns die kriegen sondern sowieso.
00:54:41: So ein Schlüsselband um den Hals.
00:54:43: Immer wieder so Kinder, wo wir sagen, die sind echt gut drauf!
00:54:45: Die haben ganz viel schon verstanden und brauchen das gar nicht mehr dabei sein.
00:54:49: Dann gehen jetzt Kaleskop, setzen sich an Computer, schnappen sich einen iPad oder so... Jetzt am Freitag im Treffpunkt in der Schulversammlung haben zwei Kinder dann ihre Arbeit vorgestellt.
00:54:57: Einmal über den A-Dreihundetachtzig und einmal über BMX.
00:55:00: Und jetzt schreiben sie gerade an Kinder und Medien also die versuchen grade mal Das kritisch zu beleuchten wie kinder mit medien umgehen.
00:55:08: habt ihr angesprochen die die kits die das machen ob gesagt dass stellen wir in der konferenz vor.
00:55:11: dir dürften lehrerkonferenz kommen und dann dürfte mal eure ergebnisse dort vorstellen.
00:55:17: Und das kann man aber natürlich nur wenn sehr sehr komplex durch geplantes gefüge sind mit auch genau mit so aufsichtstechnischen überlegungen.
00:55:27: ja so wir sind sehr gläsern.
00:55:29: Das muss man aber nicht sein, da bietet sich es dann an.
00:55:33: Da kann einer ganz viele Räume im Blick haben.
00:55:35: die sind so ausstaffiert dass die Kinder selbstständig lernen können.
00:55:38: Die können eben mit iPads und Medien umgehen.
00:55:41: Sie wissen welche Sachen sie mitnehmen müssen.
00:55:44: Die kennen das, dass sie nicht nur in ihrem Klassenraum unterrichtet werden.
00:55:47: Sind deswegen auch nicht unruhig und gehen aber Tische und Bänke, sondern das ist für die völlig Alltag einfach ja?
00:55:51: Und haben dann so die ganze Schule im Besitz geht auch nichts kaputt übrigens dadurch Ja es ist echt wirklich wirklich erstaunlich.
00:55:58: immer wieder bin ich da wirklich erstauend!
00:56:00: Die Sachen stehen alle offen bei uns rum.
00:56:02: also wenn könnten der Fotos können wir jetzt nicht zeigen Es geht keiner dran und macht keine was kaputt Ist mal ein Bleischiftstrich an der Wand oder so.
00:56:09: Das passiert Und das kommt davon, weil es ihre Schule ist.
00:56:13: Das
00:56:14: Vertrauen steht ja bei euch auch ganz oben an.
00:56:19: Ich habe das ganze Jahr begonnen damit dass ich gesagt habe wir haben uns einfach Schulpreisschulen angeschaut und ich denke für unsere Hörerinnen und Hörern ist es auf alle Fälle wichtig zu wissen war das jetzt sehr aufwendig für euch, euer Konzept für den Schulpreis aufzuarbeiten.
00:56:38: Also zusätzlich zu den Arbeiten die ihr schon habt oder ist euch das so weil ihr eben so voller Begeisterung seid?
00:56:44: Ist es euch überhaupt nicht schwer gefallen und welche Hilfe habt ihr bekommen dafür?
00:56:50: also Da wir damals in keinster Art und Weise damit gerechnet haben, dass wir einen Preis und sogar dann den Hauptpreis quasi gewinnen ist es uns nicht so schwer gefallen ehrlich gesagt.
00:57:02: Und wir haben tatsächlich einfach nur dieses Thema beschrieben die wir tun.
00:57:08: Die Qualitätsleitfragen ich gucke gerade mal einmal hier zur Seite Die bei mir noch an der Wand hängen sind übrigens richtig gut.
00:57:15: Also wir haben einen Referenzrahmen hier, Referenz-Rahmschuhqualität in Nordrhein-Westfalen, der ist richtig, richtig gut keine Frage aber die Qualitätsinhalte des deutschen Schuhpreises auch gut und sich an denen entlang zu hangeln, kann ich echt empfehlen.
00:57:31: Also wenn du eine gute Schule aufbauen willst quasi, schnapp dir diese Fragen, die gehen sehr in die Tiefe und überleg dir was tun wir denn als Schule dafür?
00:57:39: Was machen wir?
00:57:40: Und da dich ja keiner dazu zwingt das zu tun und auch keiner nachher do-do-do sagt so irgendwie und sagt, hey, was machen sie denn da?
00:57:49: Haben wir das eigentlich mit nicht so sonderlich hohem Aufwand geleistet?
00:57:54: Wir haben nicht damit gerechnet.
00:57:55: von daher... Ja, war es dann auch noch mal ganz besonders.
00:57:58: Vielleicht da nochmal eine kurze Sache dazu... Für mich als Christ ist es nicht so schwer von Wunder zu erzählen und für uns war's damals ein Wunder, als wir den gewonnen haben – das waren wirklichen Wunder -, dass dann ganz viele Wissenschaftler ankommen und immer sagen, ja wie können euch das erklären?
00:58:13: Warum das gut funktioniert mit dem Tanzen, mit dem Wertenfolge keine Zeit!
00:58:18: Wir haben immer nur geguckt wo haben wir ne
00:58:20: Ahnung?!
00:58:21: dass die Leistungen der Kinder steigen.
00:58:23: Das konntest du auch nicht immer nur wie eine Uni da so qualitativ überprüfen, das ging nicht!
00:58:27: Aber wo ist die Ahnung?
00:58:28: Ja es wirksam ist passiert was und daran haben uns entlang gehangelt.
00:58:33: und dann kam plötzlich Das ist für mich dieses Wunder, ganz viele Wissenschaftler und sagten immer ja haben wir wissenschaftlich rausgefunden.
00:58:38: Das deswegen, das deswegen, dass deswegen herrlichen Wunder.
00:58:41: Das ist schon erstaunlich!
00:58:43: Und ja kann ich an dieser Stelle nur Werbung machen und die Kolleginnen und Kollegen vom Deutschen Schuhpreis sind wirklich super nett.
00:58:49: der Enkel von Herrn Bosch, das ist ja die Bosch-Stiftung, die das macht.
00:58:52: Der ist mal auf mich zugekommen und fragte Herr Wagner, sagen Sie mal haben wir denn überhaupt eine Wirkung?
00:58:58: Was haben sie denn für einen Eindruck so wenn wir hier so diesen ganzen Aufwand betreiben und auch viel Geld dafür ausgeben.
00:59:02: Und ich habe ihm tatsächlich zurückgemeldet ja Ich hab den Eindruck steckt etwas dahinter.
00:59:07: Ja
00:59:08: also das Gefühl haben wir Soviel vom Podcast als auch vom BLLV auch dass da wirklich ganz ganz großer Wirkungskreis ist und dass es sich sicherlich lohnt seine Schulentwicklung dem deutschen Schulpreis vorzustellen, so möchte ich es mal sagen.
00:59:26: Wenn ich jetzt aber als einzelner kleiner Kollege das Gefühl habe nein meine Schule ist noch nicht soweit Aber ich möchte mich auf den Weg machen.
00:59:35: Was könntest du diesem einzelnen Kollegen in seiner Klasse sagen?
00:59:39: Wie kann er sich auf den wegmachen?
00:59:41: kannst Du ihm da ein paar kleine Tipps geben?
00:59:43: Ja also grundsätzlich Kann ich nur sagen du darfst nie den Mut verlieren.
00:59:51: Entwicklung braucht ganz viel Zeit wirklich.
00:59:54: Du musst ganz viel Geduld haben, man hat die Hoffnung so ach morgen ändert sich was nächstes Jahr ändert es sich.
00:59:59: etwas dauert und dauert.
01:00:01: dann darfst du auch nicht den Humor verlieren.
01:00:04: Humor wird oft echt unterschätzt und wir verlieren ihn manchmal auch ja?
01:00:08: Und du denkst hier mal wieder keine Wirksamkeit.
01:00:10: uns hat wieder nicht geklappt oder das ist richtig was daneben gegangen.
01:00:15: Such jemand, mit dem du gemeinsam darüber lachen kannst.
01:00:17: Wo du sagst lass mal sieben gerade sein komm das haben wir ausprobiert hat nicht gut funktioniert und dann lachen wir mal herzlich da drüber und dann geht es nächsten tag wieder ganz neu los.
01:00:25: dass sind so grundsätzlich die haltung hinterfragen.
01:00:28: also da kann ich nur wirklich mut machen so daran zu bleiben ja und sich mit mich am anfang schon sagte sich mit guten podcast mit guten kleinen videos deutsche schuhportal ihr wahrscheinlich auch so und dann sich damit auseinanderzusetzen und das Ganze nicht so schwer zu nehmen.
01:00:45: Und dann kann man tatsächlich solch ein Konzept, wie wir es als Schule fahren auch in seiner eigenen Klasse laufen lassen?
01:00:54: Also ich werde nie vergessen wie eine Kollegin, das ist schon zwei drei Jahre her, eine Lehrerin mal nach einer Hospitation sich nochmal bei uns meldete und sagte Dieses Basiskompetenztraining habe ich in meiner Klasse eingeführt.
01:01:07: Das macht nicht meine gesamte Schule, wir machen das ja als Schule dann jagenstufenübergreifend und dann mischen sich die Kinder immer eine halbe Stunde am Tag in den Projekten auch.
01:01:15: Dann wählen sie, dann schieben ihre Kärtchen dahin wo gehe ich hin?
01:01:18: muss ich es lesen lernen?
01:01:19: Ich will in das Bauernhofprojekt oder wie auch immer... Und die Kollegin die sagte dann ich mache das einfach so Dass ich mit den Kindern immer Freitags-Mittagskompetenzen trainiere.
01:01:31: Ich baue dann meine Werkstatt auf oder habe die in meiner Klasse aufgebaut und dann mache ich das immer vierte, fünfte sechste Stunde dass sich Kinder im Rahmen der Klasse ihren Basiskompetensen zuordnen und diese dann trainieren.
01:01:42: Das heißt du kannst eigentlich ganz viele dieser Dinge da darf man sich gerne auch übrigens an uns wenden Und auch bei uns vorbeischauen oder mal nachfragen einfach eine Mail schreiben oder so.
01:01:52: Die kann man tatsächlich eigentlich würde ich behaupten relativ ohne großer Viele Arbeit.
01:01:57: so kann man auch in seinen eigenen Klassenunterricht übernehmen, auch dann wenn es nicht die gesamte Schule tut.
01:02:04: Ja lieber Frank vielleicht zum allerallerletzten Schluss noch was habt ihr denn mit dem Preisgeld gemacht?
01:02:11: Also wir haben letzte Woche oder ich habe letzte Woche mal die Kontos gecheckt.
01:02:14: Ich muss gestehen ich bin nicht der also ich gucke auf meinen Konto eigentlich nie und habe festgestellt von den hunderttausend Euro...ich war gar nichts zu sagen sind glaube ich noch siebzig tausend euro vorhanden.
01:02:27: Was haben wir damit gemacht?
01:02:28: Also, wir geben das Kleckerweise aus.
01:02:30: Immer wieder für Dinge die wir uns von unserem normalen Schuletag nicht leisten können.
01:02:34: Das ist jetzt eher nicht das große Klettergerüst oder die Solaranlage auf dem Dach oder so irgendwie sondern es sind so Kleinigkeiten und wo man sonst gar nicht weiß wie man sie abrechnen soll.
01:02:44: Ein Highlight für uns war eine Reise nach Singapur, die wir damit gesponsort haben.
01:02:50: Die haben mich komplett davon bezahlen können aber es sind ich weiß gar nicht mehr acht Kolleginnen und Kollegen oder so nach Singapur gereist, weil Singapore ja Pisa-Sieger ist und uns natürlich interessiert hat.
01:03:00: Was machen die denn anders?
01:03:02: So was läuft denn da?
01:03:03: Was können wir bei uns noch dazu tun?
01:03:05: Ich kann mal ein bisschen spoilern... Die kochen in Singapurt auch nur mit Wasser!
01:03:11: Aber das lassen wir jetzt mal so offen.
01:03:12: Da gibt es noch ganz interessante Sachen darüber zu berichten.
01:03:15: Das machen wir nicht jetzt.
01:03:16: Und
01:03:17: d.h.,
01:03:18: Einiges an Geld, was wir aber dann immer Stück für Stück für besonderes Unterrichtsmaterial.
01:03:25: Für den einen oder anderen Ausflug, auch mal Fortbildung unserer Kolleginnen und Kollegen wo wir nicht wissen, wovon können wir das sonst bezahlen?
01:03:34: Davon zählen wir quasi heute noch!
01:03:36: Wir sind eine sehr sparsame Schule glaube ich.
01:03:38: Ja das glaube ich auch, es hört sich zumindest so an.
01:03:42: Dann haben wir das jetzt auch noch erfahren.
01:03:44: Das Geld ist ja immer wichtig.
01:03:47: Hast schön drauf auf, ich merke bei euch ist es bestimmt nicht erste Prio.
01:03:53: Das spürt mich die Hauptrolle.
01:03:59: Frank einfach super!
01:04:01: Ich bin ganz beseelt und es ist eigentlich schade dass ich jetzt das nicht mehr ausprobieren
01:04:05: kann.
01:04:07: Aber ich werde das mit wachen Augen aber in Enkelkindern beobachten.
01:04:11: Ich sage recht herzlichen Dank für deine Zeit, du sitzt noch immer in der Schule.
01:04:18: Und ich sage ganz, ganz herzliche Dank es hat mir sehr viel Spaß gemacht und weiterhin soviel Erfolg und alles Gute dir!
01:04:27: Danke euch auch!
01:04:30: Tschüss!
01:04:38: Das war unsere heutige Folge ausgezeichnet, wo Visionen den Schulalltag gestalten.
01:04:48: Der deutsche Schulpreis – ausgewählte Schulen stellen sich vor!
01:04:54: Vielen Dank an die Geburtagrennschule in Hamm für die spannenden Einblicke.
01:05:01: In der nächsten Folge geht es weiter.
01:05:04: Einschalten lohnt sich.
01:05:08: Ich freue mich, wenn ihr wieder rein merkt.