Bildungsblick

Bildungsblick

Der Bildungspodcast - präsentiert vom BLLV

Transkript

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00:00:09: Hallo, hier ist Bildungsblick.

00:00:11: Herzlich willkommen zu unserer Podcast-Reihe.

00:00:13: ausgezeichnet wo Visionen den Schulalltag gestalten!

00:00:18: Der deutsche Schulpreis – ausgewerte Schulen stellen sich vor.

00:00:23: In jeder Folge besuchen wir eine Schule die mit besonderen Projekten Ideen und Engagement überzeugt.

00:00:32: Heute lernen wir die Dr.

00:00:33: Georg August Zinnschule in Gudensberg kennen und erfahren was sie so einzigartig macht.

00:00:53: Ich finde es super schön, wenn Sie so erst mal zum Warming-Ups und kleinen Pitch geben könnten über das Konzept Ihrer Schule.

00:01:02: Also jetzt nicht lang und breit sondern einfach so dass wir erstmal ein paar Stichpunkte haben, dass wir wissen worum's geht?

00:01:08: Ja also die Gutenberger Gesamtschule oder Dr.

00:01:12: Georg August Zinsschule benannt nach dem ersten hessischen Ministerpräsidenten ist eine kooperative Gesamtschule mit sechshundertfünfzig Schülern Und wir sind, das gibt es in Hessen als besonderen Status eine pädagogisch selbstständige Schule.

00:01:29: und da komme ich auch auf unser Konzept.

00:01:32: Wir haben damals ein Konzept eingereicht was wir jetzt im zweiten Schritt nochmal für die höheren Jahrgangsstufen acht bis zehn eingereichten haben und dort geht es darum dass wir das individuelle Lernen möglichst gesteuert also flankiert mit Hilfestellungen ermöglichen und das soziale Lernen als ein der Hauptbausteine herausstellen wollen.

00:02:01: Sehr schön, das ist genau auf den Punkt gebracht!

00:02:05: Ich habe mich natürlich auf dieses Gespräch mit Ihnen vorbereitet und was mir total ins Auge gesprungen ist und ich eben total toll bin, ist der Begriff des Lernleuchtens.

00:02:18: Jeder ist dazu bestimmt zu leuchten!

00:02:21: Da kriege ich immer wieder Gänsehaut wenn ich diesen Satz sage auch wenn ich den jetzt bei Freunden gestern vorgebracht habe.

00:02:28: Das ist einfach eine ganz ganz tolle Sache finde ich.

00:02:32: Wie sind Sie auf die Idee gekommen diesen Begriffes lernleuchten zu konzipieren?

00:02:38: Ja das war eigentlich schon vor Vor Corona oder vor Einführung des Konzeptes.

00:02:47: Man muss dazu sagen, wir haben im Sommer ein Zwanzig angefangen also auch mit Pandemie und ganz vielen Videoformaten um Eltern zu informieren wie bei uns zukünftig Schule geschehen soll.

00:02:58: Und dort haben wir immer mal so Werbegeschenke kreiert Also auch mit dem Namen der Spule drauf und so weiter.

00:03:08: Und da sind wir darauf gekommen auf Kugelschreiber, die aus ehemaligen Plastikflaschen gefertigt werden.

00:03:14: Vorne drauf Lernleuchten zu schreiben.

00:03:17: und dieser Begriff der war ja ist ja so zweideutig ein bisschen du bist vielleicht eine Leucht es eher negativ konnotiert.

00:03:26: und ich wollte aber unbedingt dass wir diesen Begriff umdeuten.

00:03:31: Und dann haben wir uns überlegt, wie können wir es machen?

00:03:33: Da ist dieser Begriff Nährleuchten entstanden.

00:03:35: Dann haben wir den Übernommen auf unser Konzept.

00:03:38: Also der Begriff war vor dem Konzept da und er hat uns selbst so gut gefallen.

00:03:43: Immer mal wieder verschenken wir einzelne Kugelschreiber die mal Plastikflaschen waren an Leute.

00:03:48: Es ist aber nicht so dass jetzt die Stifte leuchten wie manche denken sondern das ist eher ein Zeichen dafür.

00:03:55: Sehr schön!

00:03:57: Das regt auch zum Nachdenken an, was sich hinter diesem Begriff wohl verbirgt.

00:04:04: Und wir kommen ja nachher noch auf Ihre Lernleuchten in der Schule, das sich ja auf Personen bezieht.

00:04:12: Sie haben vorhin ganz hervorgehoben wie wichtig Ihnen einfach die Sozialkompetenz Ihrer Schüler ist?

00:04:19: Was mir aufgefallen ist, ist dieses eigenverantwortliche Lernen, was einen sehr hohen Stellenwert in ihrem Konzept hat und Meiner Meinung nach ist es das Beste, was einem Schüler passieren kann.

00:04:32: Wenn er eigenverantwortlich für sein Tun, für seinen Lernen sich auf den Weg begeben darf und wenn das auch von der Schule so gewollt ist also vorhanden dass wahrscheinlich viele Kolleginnen und Kollegen aber vielen muss ich jetzt sagen ohne jetzt das eigene Nest beschnitzen zu wollen fällt es immer noch schwer dem Schüler wirklich ganz viel zuzutrauen.

00:04:54: Man denkt immer, man müsse ihn einfach auf dem Weg mehr oder weniger ganz stark begleiten.

00:05:00: Dazu braucht es natürlich ganz viel Vertrauen auch ein wichtiger Begriff den ich finde, den man in Schülers stecken muss und ich find das ist ein riesengroßer Schritt, den sie da gemacht haben.

00:05:11: Wie sind Sie?

00:05:13: dazu gekommen, dass Sie gesagt haben unser Konzept so habe ich es verstanden funktioniert eigentlich nur wenn wir diese Eigenverantwortung für das Lernen an die Schüler geben und wir auch wirklich das Vertrauen in die Schüler setzen.

00:05:26: Ja das ergibt sich natürlich aus diesem Begriff des individualisierten Lernens oder Wir haben es eigentlich passgenaues Bildungsangebot genannt Wenn Schüler an verschiedenen Stellen In Fachmatematik Arbeiten in verschiedenen Einheiten, weil der eine Schüler vielleicht total schnell ist oder die andere Schülerin total langsam ist.

00:05:49: Oder in Englisch oder Deutsch.

00:05:51: Das sind jetzt diese Fächer, die das vorrangig betrifft.

00:05:54: Dann kann ich als Lehrer das nicht immer kontrollieren?

00:05:59: Ich kann dann kontrollieren, wo der einzelne Schüler steht und ob er ordentlich arbeitet.

00:06:06: Und deswegen muss ich weg von diesem immer einen Überblick haben über meine Schülerinnen und Schülern was sie gerade tun.

00:06:15: Muss sich da hinkommen dass ich an der Haltung arbeite also in der Haltung im Sinne von Ich nehme meine Eigenverantwortung sehr ernst ermögliche auch, indem ich Ihnen den Schülern Vertrauen entgegenbringe.

00:06:32: Dass Sie auch freier arbeiten können selbst wirksamer werden vielleicht also das ist das ganz große Ziel dass sie für sich auch merken wo es gut läuft oder wo sie merken sie haben Probleme mit der Struktur mit der Selbststrukturierung um dann auch zu sagen hier an dieser Stelle brauche ich Hilfe und damit wir das auch wirklich begleiten können denn Selbst ständiges Arbeiten oder Selbstorganisation muss man gut begleiten.

00:07:03: Hat bei uns jeder Schüler, jede Schülerin ein Coaching, fünfzehn-minütiges Coachinggespräch pro Woche mit der Lernbegleiterin oder dem Lernbekleiter.

00:07:12: Das sind sozusagen die Klassenlehrer und damit der Lärmbekleiter, die Lärmbegleitere das auch in einer Woche stemmen kann.

00:07:20: haben wir uns die Lerngruppen strichstrich klassen.

00:07:24: Nur noch fünfzehn Schülerinnen und Schüler, vierzehn bis sechzehn.

00:07:27: Aber in der Regel fünfzehnt wenn es irgendwie geht... ...und dann hat man fünfzehm mal fünfzehr Minuten Coaching-Gespräch als Klassenlehrer oder wie gesagt Lernbegleiter.

00:07:36: Das hat man im Stundenplan als Fünf Unterrichtsstunden dann stehen.

00:07:41: Dann hat der Schüler praktisch immer um neun Uhr In seinem Stundenplan ein Coaching Gespräch mit seinem Lernbekleiter was natürlich ausfällt, wenn einer von beiden nicht da ist Genau.

00:07:55: Und so muss man sich das vorstellen, der nächste Schüler hat dann um neun und fünfzehn sein Coaching-Gespräch mit dem Lernbegleiter oder der Lernbekleiterin usw.

00:08:04: Jetzt versuche ich mich gerade reinzuversetzen in die Schüler, mit denen ich das so zu tun hatte in früheren Zeiten auch.

00:08:12: es muss ja auch gelernt werden aus einem Coaching was mitzunehmen dies anzunehmen, was mir da gesagt wird.

00:08:20: Also im Prinzip ist ja so eine Schülerhaltung eine andere und was haben sie dafür Erfahrungen?

00:08:27: Können die das gut umsetzen, was ihnen da gesagt werden?

00:08:31: oder sind das einfach fünfzehn Minuten wo man dann im Nachhinein als Coach sagt Mensch ist vielleicht doch nicht so angekommen?

00:08:39: also es ergibt sich relativ schnell im Jahrgang fünft dass die Wichtigkeit dieser Coaching Gespräche für die Schülerinnen und Schülerspür bürbar wird.

00:08:49: Manche kommen sogar, wenn sie krank sind trotzdem wegen des Coachinggesprächs in der Schule oder nur für das Coaching-Gespräch.

00:08:55: Oder kommt zur Lehrerin und sagen hier letzte Woche waren Sie krank.

00:08:59: können wir das nicht nachholen?

00:09:02: Und in diesem Coaching Gespräch wo wir die Lehre übrigens auch schulen mit einer eigens entwickelten mit einem Coach entwickelte Fortbildungsreihe da werden natürlich Ziele formuliert Und dann wird auch geguckt, was war dein Ziel für die vergangenen Woche?

00:09:19: Was hat geklappt und warum hat es nicht geklappt.

00:09:25: Da folgt dann ja etwas Neues raus oder man sieht jemand hat drückt sich vor dem Fach Englisch denn sie können auch selber entscheiden ob Sie jetzt den Schwerpunkt auf Mathe Deutsch und Englische gegen.

00:09:36: und wenn man merkt oh der hat die ganze Woche keine Englis gemacht da muss ich vielleicht als Lernbegleiter daran zielvereinbaren was in der kommenden Woche passiert.

00:09:43: oder wenn ich merke, der Schüler hat große Probleme das Ziel einzuhalten dann muss ich mir überlegen okay gemeinsam mit dem jeweiligen Lernen muss ich mich überlegen wie wir gemeinsam ein Ziel formulieren können dass dann einlösbar ist.

00:10:05: Das muss man ja auch lernen und je früher man damit anfängt nämlich in der fünften Klasse bei uns umso besser ist es Aber es ist wie in jedem System.

00:10:17: Es gibt Schüler, die schaffen es einfach nicht und das ist ja bei Erwachsen genauso.

00:10:20: Richtig!

00:10:21: Dann komme ich schon zu dem nächsten Gebiet was mir gerade... In der Bewerbung für den deutschen Schulpreis aufgefallen ist nämlich dieses Prinzip, was ich wurde auch kurz angesprochen haben.

00:10:34: Dass die individuelle Förderung und diese soziale Integration und die Stärkung der persönlichen Entwicklung für sie auch mit oberste Priorität hat.

00:10:45: Welches dieser vier, die ich eben genannt habe meinen Sie trägt am Meisten bei dazu, dass ihre Schülerinnen und Schüler diese Erfolge haben.

00:10:56: Und ihr Schulprinzip tragen können?

00:10:59: oder ist es einfach die Summe aller Teile wie es ja überall eigentlich ist?

00:11:04: Ja also grundsätzlich glaube ich das eine Kombination aus allen Teilen ist, die aber nur wirksam wird wenn wir erstens dieses Vertrauen in Schülerinnen Schülern gegenbringen.

00:11:16: Natürlich wird Vertrauen auch enttäuscht, das ist ganz normal in so einem System wie dem Bildungssystem.

00:11:22: Aber es wird vielfach auch total gewürdigt und wenn zwanzig Prozent es enttäuschen meinen Vertrauen und achtzig Prozent nicht enttauschen dann wäre ich mich einfach dagegen dass wir Regeln fester ziehen oder verändern um jetzt irgendwie Schlupflöcher zu schließen oder so sondern wir müssen an der Haltung der einzelnen Schülerinnen und Schüler arbeiten.

00:11:45: Aber grundsätzlich hat es auch was mit der Haltung, der Lehrkräfte zu tun.

00:11:50: Wie begegne ich den Schülerinnen und Schülern?

00:11:53: Und immer wieder kommen wir, merke ich auch bei uns, wir dahin das überlegen.

00:11:59: müssen wir jetzt noch eine Regel einziehen oder müssen wie das Vertrauen einschränken.

00:12:04: Ich glaube nein, dass ist falsch.

00:12:06: Es wird immer Leute geben die einen Schlupfluch finden.

00:12:09: Auch das großen, weiten Welt aller Erwachsenen in der Wirtschaft und sonstwo.

00:12:15: Wir müssen einfach den Weiteren die fördern, die dieses System für sich entdeckt haben, dass sie daran wachsen können.

00:12:25: Und die Kombination aller Teile ist natürlich der Matchwinner sozusagen aber der Game Changer an sich ist dieses Coaching also die Coaching.

00:12:37: Gespräche haben Sie für uns als Game Changers herausgestellt.

00:12:41: Noch mal ganz kurz der Begriff, weil der mir auch so wichtig ist die Stärkung der persönlichen Entwicklung des einzelnen Schülers.

00:12:50: Auch das ist etwas was sich je bestimmt in der Normalschule jeder Kollege vornimmt.

00:12:57: aber wie sie schon sagt in einem Setting von zwanzig bis achtundzwanzig Schüler bin ich da eigentlich relativ verloren und stehe auf verlorenen Posten.

00:13:05: haben Sie da Erfahrungen jetzt in ihrem Konzept, wie man dem gerecht werden kann.

00:13:11: Dass man sagt ja ich habe jeden Schüler im Blick und achtet darauf dass sich auch etwas für seine persönliche Entwicklung tue.

00:13:19: Ja wir haben in einem Jahrgang fünf und sechs einen Fach einstündig eingeführt das heißt ganz stark also G A Z als Großbuchstaben, so wie das Kürzel unserer Schule ist.

00:13:32: Deswegen ganz stark und es geht auch darum, dass man Schülerinnen und Schüler stark macht in konfliktrechtigen Situationen, dass sie resilienter sind oder resilienter werden, dass Sie sich selbst wirksam fühlen können, Selbstwirksamkeit entdecken, Verantwortung übernehmen, Konflikgespräche führen.

00:13:54: solche Dinge werden dort thematisiert Und im Jahrgang sieben mündet das in den Verantwortungsjob, indem Sie rausgehen.

00:14:03: In die Gemeinde oder in die Gemeinden und in Institutionen wie der Kirche, in Grundschulen, Kindergärten, in der Freiwilligen Feuerwehr, in Sportvereinen

00:14:14: usw.,

00:14:14: einen Ehrenamtsangebot anbieten.

00:14:18: Das kann gehen von der Fußballer in der Grundschule, die sie für Grundschüler anbieten bis hin zum Aufräumen des Geräteraums.

00:14:25: Wenn Sie eh in der Freiwilligenfeuerwehr sind, räumen Sie einmal eine Woche den Geräteraum auf oder Sie begleiten eine Kindergottesdienstfreizeit in der Kirche oder arbeiten dort mit und so, also das auch nicht am Wochentag gebunden.

00:14:39: Und das soll einfach helfen... oder den Blick darauf schärfen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben was man selbst vielleicht bekommen hat.

00:14:50: und wenn nur ein Schüler irgendwo hängen bleibt und seinen Job weitermacht.

00:14:54: Wir haben einen Schüler im Geschichtsverein, der sich da super engagiert weil er dann Fabel für entdeckt hat und dort jetzt weiter mitarbeitet.

00:15:02: Dann ist das doch großartig und einfach.

00:15:04: diese Erfahrung machen dass man die Gesellschaft unterstützt indem man sich ehrenamtlich engagiert Das ist uns ganz wichtig.

00:15:13: Sehr, sehr schön.

00:15:14: Sehr toller Ansatz!

00:15:15: Gefällt mir.

00:15:17: Sehr gut.

00:15:17: Einfach Schule und Gesellschaft, dass das einfach eins ist und es einen geben und nehmen ist.

00:15:23: Das finde ich wunderbar.

00:15:25: auch nicht Schule.

00:15:25: irgendwas ist was außen vorsteht und irgendwann wird man in die Gesellschaft entlassen und weiß aber eigentlich gar nichts über sie.

00:15:31: Das find ich ein wunderbaren Ansatz.

00:15:35: Gut dann komme ich zu meinem nächsten Begriff über den ich gestolpert bin und unter dem ich mir so gar nichts vorstellen kann, das ist dieses Graduierungskonzept Lernbegleiter-und Durchstarter.

00:15:50: Können Sie mir da ein bisschen auf die Sprünge helfen?

00:15:52: Was damit jetzt gemeint ist und was ich mir in der Praxis darunter vorzustellen habe?

00:15:57: Also erstmal Lernbegleiters sind natürlich die Lehrkräfte ja genau aber die Schüler können verschiedene Stufe einnehmen oder bekommen.

00:16:07: Wenn Sie herkommen zu uns an die Schule, sind sie alle Starter und es gibt für Starter gewisse Rechte.

00:16:13: Aber es gibt auch Pflichten.

00:16:15: wenn Sie diese, wenn Sie sagen, Sie möchten gerne noch mehr Rechte haben aber auch mehr Pflichte einhalten dann könnten Sie können die Schülerinnen und Schüler durch Starter werden.

00:16:30: dort erweitern sich dann die Rechte aber auch.

00:16:34: Und dann geht es weiter mit Sprinter, wenn man noch mehr Rechte haben möchte und dann wäre perspektivisch.

00:16:42: Aber das haben wir noch nicht.

00:16:43: Dann gibt es noch Champions.

00:16:46: Der Gedanke dahinter ist dass diejenigen unabhängig von der schulischen Leistung also da geht es um soziales Verhalten einfach mehr Rechte bekommen... Also es bekommen die mehr Rechten sich in diesem gesellschaftlichen Kontext eines Bildungssystems vorbildhaft, vorbildlich verhalten und auch Schwächere unterstützen.

00:17:15: Also zum Beispiel dass sie auch wenn es nicht auf schulische Leistungen ankommt doch andere helfen bei der Strukturierung ihres Ordners im Tablet oder im iPad in dem Fall und helfen nochmal die Englisch-Vokabeln abzuhören usw.

00:17:31: Also solche Aufgaben gibt es auch, aber die Rechte müssen natürlich auch entsprechend ansprechend sein.

00:17:39: also zum Beispiel als Sprinter darf man seinen Lernplatz im Gebäude ganz frei wählen und muss nicht irgendwo sitzen sondern man kann einfach dahin gehen wo's einem am besten gefällt in dem Moment.

00:17:50: Und wenn jemand als Starter hier ankommt in der fünften Klasse und eher mehrere Regelverstöße hat, dann wird er allerdings auch zum Neustarter.

00:18:00: Das heißt, er muss nochmal neu starten und er wird ganz eng geführt.

00:18:07: oder im Extremfall, wenn es behaupt sich nicht bewegt in diesem Einhalten von Regeln und das Beachten des Regelsystems oder den wertschätzenden Umgang untereinander Dann haben wir noch eine Lern-Oase, die wird von einer Sozialpädagogin betreut und da wird er ganz eng geführt.

00:18:27: Strukturiert wird darauf hingearbeitet dass es einen wertschätzenden Umgang geben kann man sich nicht gleich beschimpfen muss usw.

00:18:35: Und dann ist ja damit ein Förderziel vielleicht drei oder vier Wochen drinnen und von da kommt der dann zurück in den normalen Unterricht ins Lernbüro oder auf der Lernwelt.

00:18:46: so heißt das bei uns.

00:18:49: Ich hoffe, das habe ich jetzt halbwegs ausgedrückt.

00:18:53: Ja wunderbar!

00:18:54: Also ich hab's super gut verstanden und es imponiert mir muss ich sagen also so ein Konzept von allen Seiten zu beleuchten und zu sagen für jeden ist da was dabei jeder darf hier so starten oder muss versuchen, sich nach diesem Startprogramm einfach in unser Konzept hier einzudenken und wenn nicht kriegt er noch mal Hilfe.

00:19:21: Das ist schon wirklich sehr, sehr schülerorientiert und stärkt sicherlich auch die Sozialkompetenz des einzelnen Schülers ganz großem Maße.

00:19:34: also so empfinde ich es viel Arbeit

00:19:39: Ja, sehr viel Arbeit und es ist ein sehr komplexes System.

00:19:42: Das merkt man auch wenn der Stundenplan gebaut wird oder die Unterrichtsverteilung gemacht wird.

00:19:48: das ist richtig, richtig viel Arbeit also viel mehr Arbeit als im klassischen System.

00:19:54: aber wenn in diesem System Achtzig bis eigentlich sind es eher neunzig Prozent der Schülerinnen und Schüler zu Recht kommen um gut lernen können dann ist das für uns einfach das auch wert.

00:20:06: Ja, ein großer Erfolg.

00:20:09: Also muss ich sagen ganz toll!

00:20:12: Gut dann komme ich jetzt zu einem Punkt der mir also ganz besonders gefällt wo aber natürlich auch viele Fragezeichen sehe.

00:20:22: Ich habe es für mich schon angedeutet diese Lernleuchten sind ja bei ihnen jetzt speziell ausgewählte Lehrerinnen und Lehrer die so als Leuchtürme in der Schulentwicklung fungieren.

00:20:35: da Leuchtet bei mir natürlich einiges auf als ehemalige Mitschulleiterin.

00:20:41: Wie ist das denn mit der Akzeptanz der anderen Kollegen, die eben nicht zu diesem Klientel gehören?

00:20:50: Ja wir sind jetzt am Ende des Jahrgangs acht also am ende des vierten Schuljahres des Konzepts und nächstes Jahr gehen wir in den Jahrgang neun und dann bleibt nun noch im klassischen Konzept der Jahrgang zehn übrig.

00:21:04: Das heißt, all die, die nicht in diesem neuen Konzept arbeiten möchten, die hätten in den letzten fünf Jahren oder fünfeinhalb Jahren seit der Abstimmung.

00:21:13: Denn die Abstimmung war ja vor Einführung des Konzepts und die Genehmigung.

00:21:19: Hätten sie eigentlich versuchen können wegzukommen?

00:21:22: Es sind jetzt noch drei oder vier da, die Nicht so gerne in diesem Konzept Also das Ende aufgrund des Alters erwarten, also das Ende ihres Arbeitslebens.

00:21:36: Das ist natürlich eine ungünstige Konstellation.

00:21:38: Alle anderen sind hier weil sie es machen wollen.

00:21:42: Wir haben damals angefangen mit einer Arbeitsgruppe in die individualisiertes Lernen und das Kürzel war dann natürlich Arbeitsgruppen.

00:21:52: Individualisiertes lernen gleich Agil Und diese Gruppe bestand aus vierzehn Leuten oder fünfzehn Leute, inklusive der Schulleitung.

00:22:02: Es waren fast allen Lehrerzimmergruppen, die es so gibt, Vertreter dabei um möglichst auch deren Interessen zu wahren und zu vertreten.

00:22:16: Daraus hat sich das Konzept entwickelt also Nicht nur so ein Überbau, sondern wirklich ein konkretes Konzept und das dann zur Abstimmung stand.

00:22:25: Und insofern konnten fast alle dort mitreden direkt oder indirekt.

00:22:29: aber leider man kriegt nie alle und jetzt sind noch ungefähr drei Leute am Ende des Schuljahres übrig die da nicht rein wollen und so eine richtige Lösung habe ich dafür auch nicht.

00:22:39: wenn jemand nicht weg will oder woanders hin will und da aber auch nicht das hier mittragen möchte, was geht dann wird es halt zu Konflikten kommen.

00:22:49: Das ist immer so.

00:22:52: Und Konflikte gibt es im klassischen System und die gibt's natürlich bei uns genauso.

00:22:58: Sehr schön!

00:22:58: Ja, das war etwas, was ich mir dann auch überlegt habe.

00:23:01: Selbst beeinfachten Dingen, die man an seinen Kollegen heranführt hat man ja auch immer nur ein Teil, die das mittragen.

00:23:08: Wenn es natürlich zu einer großen Umstrukturierung kommt fand Ganz, ganz spannend.

00:23:14: Dankeschön!

00:23:16: Sie haben vorhin schon angesprochen dass Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig helfen zum Beispiel bei dem Aufräumen von irgendwelchen Ordnern auf dem iPad.

00:23:28: Ich habe natürlich auch den Punkt Digitalisierung weil immer mein Steckenpferd als ich noch im Verband aktiv gearbeitet habe Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Arbeit am iPad tatsächlich auch mit einem Kern ihres Schulprogramms.

00:23:46: Wenn ich jetzt ohne wieder irgendwie bös sein zu vollen, ist ja für viele Schulen das immer noch Wunschdenken in Bayern.

00:23:55: Da gibt's ja auch immer wieder neue Ideen ob jetzt Ja oder Nein Und auch die viele Kolleginnen und Kollegen haben sich da wirklich super auf den Weg gemacht, aber eben auch noch nicht wie was eben hatten alle.

00:24:09: Was verbirgt sich denn Ihrer Meinung nach als absolutes Plus dahinter Unterricht am iPad zu ermöglichen gerade im Bezug auf Ihr Konzept?

00:24:30: liegt so ein bisschen auf der Hand, wenn individualisiert gearbeitet wird.

00:24:35: Auf Seiten der Schülerschaft?

00:24:36: Ja!

00:24:37: Dann muss ich auch individuelles, einen individuellen Setting anbieten und das kann ich darüber machen dass ich ganz viel Kopiere und Stapelweise Kopien habe und jeden Amitab wieder neu am Kopierer stehe um dann jedem Schüler aus dem Riesenstapel oder den vielen Stapeln das richtige Blatt rauszusuchen wo er jetzt gerade ist.

00:24:58: wir müssen Vielleicht nochmal darüber redet, dass manche Schüler im Mathe auf dem gleichen Niveau zum Beispiel zwei Einheiten weiter sind als andere.

00:25:14: Das ist dann vielleicht der in Mathematik der Einzerschüler, der am Ende der fünften Klasse schon im Material des Jahrgangs sechs arbeitet Und der andere, das ist vielleicht der Gymnasialschüler, der kein Fable für Mathe hat.

00:25:27: Der ist dann zwei oder drei Einheiten zurück am Ende des Schuljahres und das kann man nie hundertprozentig kompensieren.

00:25:34: aber wir wollen natürlich eine gute Basis legen.

00:25:38: Dafür braucht es einfach in meinen Augen ein intelligentes Werkzeug und dieses Werkzeug ist erstmal grundsätzlich die Hardware.

00:25:49: Das ist zum Beispiel bei uns ein iPad.

00:25:52: Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir jetzt ideologisch deswegen iPad genommen haben weil wir Apple so toll finden oder so.

00:26:00: Sondern weil Apple eigentlich zu dem Zeitpunkt als wir angefangen haben die einzelne Marke war, die garantierte das über mehrere Generationen von Geräten die Geräte kompatibel sind.

00:26:11: Dass wir sie leicht administrieren können über ein anderes Programm.

00:26:19: Wenn die Schülerinnen und Schüler hier im Haus sind, können wir allen sechshundert Schülern oder sechshundfünfzig Schüleren die gleiche App innerhalb weniger Minuten auf das iPad spielen.

00:26:31: Und es war damals als wir angefangen haben bei keinem anderen Anbieter möglich.

00:26:36: Sie wissen ja vielleicht selber wie sich die Situation des IT-Supports darstellt und dass ist ein Riesenproblem und deswegen haben wir es selbst in die Hand genommen um es auch selbst managen zu können Genau.

00:26:49: Und dieses Management System, das haben wir für uns jetzt so adaptiert dass wir das gut händeln können.

00:26:55: Das nur dazu warum wir iPads nehmen.

00:26:58: und auf diesem iPad kann man natürlich und das kann man ist aber ein brauserbasiertes System auf die Lernplattform gehen.

00:27:07: Das ist die Lärmplattform Scoobies, die wir nutzen und dort hinterlegen wir alle Materialien drei und meistens sogar vierfach differenziert Schulform vom Gymnasium über Realschule und Hauptschule bis zu den inklusiv beschulten Schülerinnen und Schülern, sodass die dann entsprechend ihre Materialien zugewiesen bekommen.

00:27:31: Und dann entfällt dieser riesige Kopierpabierberg wo ich da noch suchen muss.

00:27:36: was kriegt jetzt der Schüler X und das kriegt die Schüler Y?

00:27:40: Es ist einfach eine Riesenhilfe und Unterstützung Und gleichzeitig habe ich aber auch gleich ein Tool, was eine Kamera hat.

00:27:49: Was Notizfunktionen hat, wo ich alles Mögliche mitmachen kann.

00:27:55: wenn ich zum Beispiel Präsentationen habe ist es gleich alles da und der Schüler hat das immer bei sich und kann's mit nach Hause nehmen.

00:28:03: Deswegen halte ich die unserer Zeit ein absolut angemessenes Werkzeug und ein stabiles W lang gehört für mich sowieso dazu.

00:28:13: Also das sind für mich die absoluten Pluspunkte und die Notwendigkeiten, die ein Schulsystem haben muss.

00:28:20: Wenn ein iPad oder Tablet aber zu einem Collegeblock verkommt – ich meine grundsätzlich nicht nur mal in einer Stunde – dann ist es sinnlos!

00:28:31: Da sprechen sie mir aus der Seele.

00:28:34: Das ist ganz klar, also wenn auf dem iPad nichts weiter ist als was vorher auf dem Arbeitsblatt war oder eine Kopie vom Arbeitsblat, dann brauche ich es nicht.

00:28:43: das ist richtig aber so wie Sie es jetzt erklärt haben trägt es ja wirklich zu der Individualisierung zu hundert Prozent bei.

00:28:50: Aber auch da wieder wie ich will schon sagte viel Arbeit für die einzelnen Kollegen und Kollegen.

00:28:55: Wenn's mal da ist gut.

00:28:56: aber ansonsten denke ich man muss ja den einzelnen Schüler immer anschauen, was braucht er wirklich?

00:29:03: Wo braucht er noch mal Material?

00:29:05: Also Hut ab.

00:29:06: Was da geleistet wird muss ich ganz ehrlich sagen.

00:29:11: Das gebe ich total gerne ans Kollektion weiter an.

00:29:14: alle Beteiligten hier in der Schuhgemeinde und viele von diesen Lehrkräften bei uns haben ja nicht nur den Job-Lehrkraft sondern die haben ja auch den Job IT Support oder den Job Zeugniserstellung usw.

00:29:31: Da gibt es ja Zichtjobs.

00:29:33: Und gerade in so einem System wie unserem, ploppen ständig neue Jobs auf und das ist super spannend.

00:29:41: Ja klar wenn man auch offen bleibt für immer mehr Neuerungen denke ich mir oder wo können wir dann nachbessern?

00:29:47: was könnte da vielleicht noch mehr helfen?

00:29:48: Dann muss man ja immer wieder neu denken und neu einsteigen.

00:29:52: also wirklich aber ich denke ihre Kolleginnen und Kollegen brennen dafür.

00:29:56: Das merke ich einfach.

00:29:57: so wie sie auch macht man sich auch super gern, so ist es einfach.

00:30:03: Das stimmt.

00:30:04: also wir müssen natürlich auch immer darauf achten dass wir an bestimmten Punkten auch mal sagen so und jetzt an der Stelle ist das jetzt auch genug.

00:30:13: also irgendwann ist die Belastungsgrenze erreicht.

00:30:15: manchmal sieht man das an den Gesichtern manchmal merkt man aber auch wenn jemand jetzt zweimal hintereinander zwei drei Tage krank war dann muss man auch einmal sagen hier kann ich dich da irgendwo unterstützen oder dir helfen.

00:30:31: Jeder braucht da vielleicht auch eine andere Ansprache und das teilen wir uns in der Schulleitung auf.

00:30:36: Aber bei uns wird ja dieses Material, was vierfach differenziert ist, selbst erstellt.

00:30:43: Und es ist zum größten Teil oder so, sagen wir mal, fünfzig-sechzig Prozent – wir streben natürlich noch hundert Prozent an – uhrheberrechtsfrei!

00:30:52: Wir haben natürlich auch Lizenzen gekauft

00:30:53: usw.,

00:30:56: für Deutschmaterial, Englischmaterial und so weiter.

00:30:59: Aber nichtsdestotrotz muss erst mal daraus eine Einheit gestrickt werden.

00:31:03: Und da gehen wir schon dahin, dass wir sagen okay wenn jetzt viel Zeit ist und viel Zeit beansprucht wird dann stellen wir Lehrkräfte auch mal einen Tag frei Wenn sie das Material hochladen oder so weil das am Stück passieren muss.

00:31:17: und ich glaube das ist dann auch ne andere Art von Rückgabe an jemanden, wenn man sagt okay du musst nicht noch deinen Unterricht machen und dann auch das Material hochladen sondern nimm dir doch mal heute ganz genüsslich Zeit bleib zu Hause lad das von zuhause hoch trink dabei ein Kaffee oder so im besten Falle.

00:31:38: Das ist alles viel viel Arbeit!

00:31:40: Wenn es einmal da ist, ist super Dann läuft eine Qualitätsschleife in bestem Falle drüber.

00:31:46: Aber da sind wir noch nicht ganz weil wir ja noch Hochwachsen.

00:31:50: Alles kann man nicht auf einmal.

00:31:52: Sehr wertschätzend, also muss ich sagen und sehr auch auf das Collegium achten.

00:31:58: Hut ab!

00:31:59: Ja, ich muss ja meine tollen Lehrkräfte erhalten oder wir müssen das?

00:32:03: Es ist immer ein Wir bei uns als

00:32:05: Gute.

00:32:06: Ein Gehen und Nehmen.

00:32:10: Lehrkräften und Pädagogen brauchen Stärke, Stabilität und Resilenz um jeden Tag das Beste für andere Regime zu können.

00:32:18: Dabei wollen wir als BLMV unsere Mitglieder optimal unterstützen.

00:32:23: Deshalb sind wir eine Kooperation mit der digitalen Gesundheitsplattform Nilo eingegangen, über die ihr umfangreiche Beratungs- und Coachingangebote für eure mentale Gesundheit bekommt.

00:32:36: Unterstützt haben uns dabei der BLV Wirtschaftsdienst und die Versicherungskammer Bayern.

00:32:42: Alle Informationen dazu bekommt Ihr unter www.blv.de.nilo.

00:32:49: Den Link gibt es natürlich auch in den Show notes.

00:32:54: Gut, dann hätte ich noch eine Frage zu den Lernbüros mit dem individuell gestalteten Arbeitsplatz an dem ich mir am Montag meinen Wochenplan erstelle.

00:33:05: Das ist ja auch etwas was man sich so nicht so richtig vorstellen kann als jemand der aus dem normalen Schulalltag kommt.

00:33:14: also ich habe schon so ne Idee aber es wäre lieb wenn sie mir das ein bisschen erklären könnten.

00:33:20: Ja Also das Lernbüro oder die Lernbüros sind einfach Räume, die zwischen threehundertdreißig und vierhundert dreißig Quadratmeter haben.

00:33:29: In den hundertzwanzig Schreibtische stehen ungefähr für jeden Schüler jede Schülerin einen Und den dürfen Sie das Ganze ja überbehalten und auch gestalten, also Bildchen an die Zwischenwände kleben.

00:33:45: Also wir haben zwei Tische gegenüberstehen.

00:33:47: unter zwischen der Zwischenwand dürfen noch eine Lichterkette da dranhängen oder so Bilder von Haustier, von Familie.

00:33:56: Das wird vor allem in der fünf und sechs genutzt.

00:33:58: In den höheren Klassen nimmt das dann ein bisschen automatisch ab und dort ist in diesen Lernbüros Bibliotheksatmosphäre vorgeschrieben, dass sie also in Ruhe und Still für sich hinarbeiten.

00:34:12: Und dann gibt es noch die Lernwelt.

00:34:14: Dort gehen Sie hin wenn Sie Kooperationsaufgaben haben oder wenn Sie was proben wollen, wenn Sie Kabel sich abhören wollen, Wenn Sie Partneraufgabe haben usw.

00:34:26: Da dürfen Sie auch hingehen, wenn sie Durchstarter sind und einfach mal in einer anderen Arbeitsatmosphere arbeiten möchten.

00:34:35: Die Starter müssen fragen, die Durchstarter dürfen einfach daraus gehen.

00:34:39: Und dann hängen sie an einer Magnetenwand um damit jeder weiß wo sie sind.

00:34:45: Jetzt aber zu der Frage.

00:34:48: Also das Grundgerüst eines Stundenblans hat jeder Schüler in der fünften Klasse ist In einigen Lerngruppen bisschen anders.

00:34:55: Dann haben Sie Religion Montagsfiffte sechste Die anderen Lernkruppen haben vielleicht Sport oder Kunst oder so was Aber das Grund gerüst steht So haben die Schülerinnen und Schüler individuell einen Coaching-Termin, der ein hat Montags um neun.

00:35:11: Die andere hat Dienstag um zehn usw.

00:35:14: Und dann haben sie noch die Möglichkeit in den einzelnen Fächern Deutschmatter Englisch oder eine zweiten Fremdsprache Französisch-Spanisch Inputs zu besuchen.

00:35:26: Diese Input sind abgebildet im einer Input App.

00:35:30: Die haben wir selber entwickelt oder ein Lehrer hat die bei uns entwickelt.

00:35:34: Und in diesen Imputs, das ist praktisch so wie ein Buchungssystem.

00:35:38: Da steht dann drinne Märchen eins geeignet für Regel- und Expertenstandard.

00:35:44: Das Übersetzt heißt das für Gymnasialschüler und Realschüler Und dann geht man dahin, kann sich erst einbuchen und geht mal hin.

00:35:54: Dann bekommt man eine maximal zwanzigminütige Einführung in das Thema Märchen oder man bekommt etwas spezialisierter.

00:36:02: wie ist der Hauptteil eines Märchens aufgebaut?

00:36:04: Oder gibt es behaupten Hauptteile in einem Märchen?

00:36:07: Oder man schreibt zusammen einen Anfang von einem Märchin.

00:36:11: also diese Themen variieren.

00:36:13: Es gibt mehrere Lehrer zum Beispiel im Fach Deutsch die dann Inputs in einem Jahrgang fünf anbieten und der eine macht halt Märchen, Aufbau und kramatische Grundstrukturen.

00:36:28: Und der andere macht Inhalt, Spannend erzählt usw.

00:36:32: Das können die auch mehrere Wochen hintereinander anbieten.

00:36:34: das kommt immer darauf an wie groß das Interesse ist.

00:36:38: aber die Lehrer können auch Schüler einbuchen wenn sie das Gefühl haben der drückt sich er will nicht den Buch ein dann muss der Schüler kommen und deswegen es ist total unterschiedlich wie der Stundenplan am Ende des Tages oder am Ende der Woche für die einzelnen Schüler gelaufen ist.

00:36:55: Und deswegen, weil in der Inputangebote auch wöchentlich wechseln können sind sie spätestens Montag morgens eigentlich schon freitagsmittags von den Lehrern eingestellt damit die Schüler bis am Montagmorgen wählen können.

00:37:09: wo gehe ich diese Woche in den Input?

00:37:11: Und Sie müssen in Deutsch, Mathe Englisch jeweils in einen Input gehen können.

00:37:16: Aber in mehr Inputs gehen wenn Ihnen das hilft oder wenn sie noch was nicht verstanden haben.

00:37:22: Spannend!

00:37:23: Man muss sich angucken eigentlich um es nochmal vertieft verstehen zu können.

00:37:29: genau wir haben ja auch Projekttage.

00:37:32: Weiß nicht ob Sie da noch fragen wollten aber in den Projekttagen ist auch so sechs Stunden am Stück haben sie so Projekte und in einem Fach, zum Beispiel Geographie.

00:37:40: Und dann wird es auch in diesem Projekttag gibt's auch Inputs.

00:37:44: Da gibt es z.B.

00:37:45: den Input zum Küstenschutz und dann gehen die von den dreißig Schülern, die da in diesen Projekttaggeografie sind manchmal auf forty-fünf, dann können sie, die wollen zu diesem Input gehen der dann ungefähr eine Viertelstunde dauert.

00:38:00: Dann gehen Sie wieder zurück zum Projekttag und arbeiten weiter an ihrem Projekt was natürlich auch mit dem Thema Küstenschutz zu tun

00:38:06: hat.

00:38:08: Das wäre tatsächlich eines meiner nächsten Fragen gewesen, was ich mir unter diesen Projekttagen vorzustellen habe.

00:38:15: Aber die finden wie oft statt?

00:38:18: das wäre vielleicht noch interessant?

00:38:20: Die Projekttage finden in den Jahrgängen fünf bis sieben jeweils wöchentlich statt immer sechs oder fünf Stunden.

00:38:27: Die werden in jedem Jahrgang aus anderen drei Fächern gespeist und es ist dann so dass zum Beispiel ein Jahrgang fünf Geografie, Biologie und Kunst diesen Projekttag bilden.

00:38:38: Und dann haben die Schülerinnen und Schüler vier Wochen A sechs Stunden Geographie oder Biologie oder Kunst.

00:38:44: nach vier Wochen in der fünften Woche wechseln sie dann in ein anderes Fach.

00:38:49: Dann kann man natürlich im Erdkunde wirklich ein Projekt machen wo es um vertieftes Verständnis geht.

00:38:57: auch beispielhaftes Lernen ist das natürlich und auch natürlich haptisches Lernen weil wir natürlich damit den Gedanken haben, dass sie rausgehen können ohne das.

00:39:07: jetzt jemand sagt ach ich wollte auch noch ein Vokabeltest schreiben.

00:39:09: Jetzt gehst du schon wieder mit deiner Klasse weg und es einfacher ist dann auch mal wir sind zwanzig Kilometer weg von Kassel zum Beispiel nach Kassl zu fahren weil man in einem Museum will oder zu Fuß mal hier auf die Burg vor Ort laufen möchte und das ist super einfach dann zu organisieren um dann einen fachlichen Aspekt dort vor Ort zu untersuchen, zum Beispiel.

00:39:34: Einfach Zeit zu haben so ein Projekt zu machen und damit kommen sie nach den vier Wochen eine Teilnote sozusagen und dann gehen Sie vier Wochen zur Kunst, dann gehen sie vier Wochen zu Biologie und dann geh'n sie wieder zurück zur Geografie wo das nächste Projekt auf sie wartet Und so bekommen wir auch den Stoff des ganzen Schuljahres gut unter Aus meiner Wahrnehmung oder der Wahrnehnung unserer Lehrerinnen und Lehrern Projekttag sogar effektiver.

00:40:03: Ja, dieses dranbleiben denke ich mir hat ja wesentlich besseren Behaltungseffekt auch als wenn ich einmal die Woche eine Stunde oder fünfvierzig Minuten über das Thema spreche.

00:40:15: also auf alle Fälle super!

00:40:18: Dann tauchen noch die Workshops auf...

00:40:22: Das sind Werkstätten.

00:40:25: Okay.

00:40:28: Eigentlich Werkstätten, das ist noch eher so der klassische Unterricht, den wir haben.

00:40:34: Der Grundgedanke dabei ist, dass es eher handlungsorientierter wird, noch schülorientierta und das sind klassische Doppelstunden.

00:40:45: Und in diesen Doppeltunden werden dann in den verschiedenen Fächern, in dem Fall Sport oder Religion oder Musik relativ klassisch noch Unterrichtsinhalte vermittelt, aber das sind auch Dinge an die wir dann rangehen wenn wir glauben dass ja für uns den Fokus bekommt.

00:41:10: Aber grundsätzlich verändert sich auch dieser Unterricht einfach dadurch, dass sie Lehrer in diesen anderen Settings drin sind Und die organisieren jetzt auch schon für sich, so obwohl es nur neunzig Minuten sind.

00:41:23: So eine irgendwie in der Arbeitsphase plus.

00:41:26: dann geben sie die Möglichkeit eines Inputs auch zu einem Thema und das ist deswegen möglich weil wir in der Regel zwei oder drei Lerngruppen dann zusammennehmen in so einer Werkstatt aber auch mit zwei Lehrern.

00:41:41: Dann ist es natürlich so dass wenn man gewinnt bringt auf das Arbeitsverhalten der Schülerinnen und Schülern zurückgreifen kann, was sie sonst so in anderen Settings an den Tagegen damit super im Team Teaching arbeiten kann.

00:41:57: Was auch die einzelne Lehrkraft entlastet?

00:42:00: Und noch ein Vorteil wenn die Lehrkraft oder eine von beiden krank ist dann ist es für die Schüler trotzdem klar, was Sie machen müssen.

00:42:11: Das ist auch in den Lernbüros, immer klar.

00:42:13: Sie haben für das Programm fürs ganze Jahr und dass jemand nichts zu tun hat gibt es eigentlich nicht.

00:42:19: Diese Eigenverantwortung trägt da ganz stark hervor und das ist das was unsere Gesellschaft braucht sage ich einfach mal schon ohne damit jetzt ein Schlusswort sprechen zu wollen?

00:42:29: Nein überhaupt nicht!

00:42:31: Ganz

00:42:32: kurz

00:42:32: vielleicht noch, was habe ich denn unter den Klassenübergreifenden Lernen zu verstehen?

00:42:38: Also ich weiß schon, was das ist.

00:42:40: Aber wie sieht das bei Ihnen in der Praxis aus?

00:42:44: Ja also diese Klassen oder bei uns Lerngruppen die haben nur noch wenige Stunden wo sie nur als fünfzehner Gruppe zusammen sind.

00:42:56: sonst könnte man auch dem Vorwurf machen keine Gruppendynamik mehr, denn die Gruppendynamik ist so hart an der Grenze.

00:43:04: Sondern wir versuchen immer wieder Settings zu schaffen wo zwei Lerngruppen aber auch mit zwei Lehrern vielleicht zusammen sind oder nur mit ein Lehrer oder drei Lernkruppen mit zwei Lehrer, sodass diese Lern-Kruppen untereinander immer wieder in Interaktion treten.

00:43:19: Das ist einmal dieses klassenübergreifende Lernen und es werden ganz selbstverständlich Projektgruppen gebildet oder Gruppen gebildete beim Arbeiten auch an den Projekttagen vor, nämlich die über diese Lerngruppen Zugehörigkeit hinausgeht.

00:43:37: Also wenn wir zum Beispiel... Wir haben jetzt im Jahrgang VIII ein neues Fach eingerichtet das heißt ästhetische Bildung.

00:43:42: dort können die Schüler sich einwählen in Theater Musik Also Maskenbildnerei, also Kosmetik, Technik und Kulisse zum Beispiel.

00:43:52: Und also Kulissen im Sinne von Holzbau oder irgendwie künstlerisch tätig werden... ...und da ist es dann egal welcher Lerngruppe man angehört sondern das geht nach Neigung und dann finden sich natürlich die zwei besten Freunde wieder.

00:44:05: Die wollen zusammen irgendwas machen.

00:44:07: aber ich habe in der einen meiner, die ich selbst unterrichte in der Kulissengruppe ich glaube sieben von den acht Lerngruppen sind da vertreten oder sechs von den sieben.

00:44:17: Genau, und das ist damit gemeint.

00:44:20: Und am Projekttag sieht man das auch sehr deutlich hier.

00:44:23: Ja also zur Auflösung der der Lern Gruppe macht sicherlich sehr viel Sinn.

00:44:31: ja ich habe mich ja versucht wirklich gut reinzudenken in ihr Konzept und für mich ist klar dass die früh für sich vermerkt haben, das Schulentwicklung.

00:44:44: von oben diktiert keinen Sinn macht.

00:44:46: Das haben sich vorhin auch schon mal gesagt, dass das von unten wachsen muss und man Menschen mitnehmen muss.

00:44:51: Nun gehört zur Schule ja noch ein bisschen mehr als nur die Schulleitung und die Lehrer.

00:44:57: Meine Frage wäre wie war denn die Akzeptanz aus dem Umfeld der Eltern-Schulamt?

00:45:04: Und was immer da so dran hängt sind sie da ziemlich schnell auf offene Ohren gestoßen oder war da viel Skepsis und sie mussten viel Überzeugungsarbeit leisten.

00:45:18: Ja, also es ist schwierig zu beschreiben aber grundsätzlich so diese Arbeitsgruppe Agil die dieses Konzept erstellt hat, hat das dann zur Abstimmung gegeben und wir hatten einen Votum aus dem Kollegium die dafür sind von ungefähr seventy- acht Prozent, was in schulischer Angelegenheit finde ich sehr viel ist.

00:45:46: Und das war zu einer Zeit als Corona oder es war schon in Corona also während der Pandemie haben wir das dann abgestimmt?

00:45:57: Dann haben wir es in einen Kremien abgestimmt und dann kommt ja diese Phase wo sich potenzielle Grundschülerinnen oder die Eltern natürlich anmelden für die weiterführenden Schulen.

00:46:08: Und da haben wir dann gesagt, Wir haben ganz viele Videokonferenzen gemacht und haben dort das Konzept vorgestellt.

00:46:16: Das planen wir.

00:46:17: Wir konnten ja nicht auf keine Erfahrung zurückgreifen, sondern wir haben immer gesagt, dass Planen wir und das versuchen wir Ihnen anzubieten.

00:46:24: Wir wissen aber nicht ob es funktioniert.

00:46:27: Da waren wir auch sehr transparent und ich glaube einmal dieses wirklich dieses dass man uns abgespürt hat, das wir etwas verändern wollen in diesem System und zwar grundsätzlich etwas verendern wollen.

00:46:39: Und gleichzeitig aber auch die Ehrlichkeit wissen nicht ob es funktioniert.

00:46:42: Wir wollen aber das möglichst transparent machen.

00:46:44: Wir wollen sie mit ins Boot holen, liebe Eltern, damit Sie sich bei uns engagieren können, mitentwickeln können usw.

00:46:51: Ich glaube, das war schon sehr entscheidend was die Eltern angeht am Anfang.

00:46:57: Gleichzeitig haben wir natürlich nachdem wir unser Konzept durch alle Gremien abstimmen lassen Die Schulkonferenz ist in Hessen ja das höchste Kremium.

00:47:05: Da sitzen ja Eltern, Schüler und Lehrer und der Schulleiter drinnen.

00:47:10: Dann sind wir zum Schuleamt gegangen und haben gesagt, was auf liebe Schulamt?

00:47:16: Wir wollen jetzt unser Konzept umsetzen.

00:47:18: Und dann war natürlich die Frage, auf welcher Basis denn?

00:47:21: Und danach habe ich gesagt Ja, dann werden wir pädagogisch selbstständige Schule.

00:47:25: Das ist die Möglichkeit für uns rechtskonform ein Konzept, das eingereicht und dann auch hoffentlich genehmigt wird umzusetzen.

00:47:37: Dies hat dann funktioniert – wir haben es umgesetzt ohne weitere Auflagen.

00:47:43: Das war für die Jahrgänge fünf bis sieben und als der erste Jahrgang am Anfang des Sieben war dann das zweite Konzept für die acht bis zehn eingereichte Weiterungsantrag.

00:47:56: Das ist auch genehmigt worden mit zwei, drei kleinen Auflagen.

00:47:59: Und so dürfen wir es jetzt bis zum Ende der zehn machen und vorher hat dann noch das Schulträger zugestimmt im Sinne von ja okay Wir sind bereit das mitzutragen aber daraus ergeben sich keine kein Anrecht auf Baumaßnahmen oder sonstigen finanziellen Vorteilen gegenüber anderen Schulen.

00:48:17: So sind wir auf relativ offene Ohren gestoßen.

00:48:21: hat natürlich auch damit zu tun, dass wir von Anfang an sehr viel Werbung gemacht haben.

00:48:25: Sehr klar war mit unseren Dingen sehr offensiv auch an den Schulträger rangegangen sind und gesagt haben Wir brauchen trotz alle Themen ein paar Baumaßnahmen um die Lernbüros zu verwirklichen usw.

00:48:37: Und da sind wir auf wirklich offene Ohren gestoßen ist sehr konstruktiven Menschen, die gesagt haben ja ich sehe meinen Kindern das sich in der Bildungslandschaft etwas bewegen muss oder ich würde es mir auch für meine Kinder wünschen und so weiter.

00:48:51: Und es war wirklich total interessant wer dann plötzlich gesagt hat Ja Ich finde das cool Auch wenn es vielleicht den einen oder anderen Stolperstein gibt Den ihr noch nicht gesehen habt.

00:49:06: Das war jetzt ganz kurz nur was In den ersten zwei Jahren so richtig hier abgelaufen ist.

00:49:13: Aber ich finde es super gut, dass ihr da so offen rangegangen seid und mit offenen Karten gespielt habt sagen wir mal.

00:49:21: Und Eltern gemerkt haben wenn wir irgendwas verändern wollen auch für unsere Kinder dann sind wir da richtig womit ich fast beim Schluss bin.

00:49:30: aber was natürlich von jemanden der von Lehrerverbandseite her fragt ganz interessant wäre meinen Sie, dass das Konzept auch zum Beispiel in anderen Schularten umzusetzen ist?

00:49:42: Also nicht nur an Gesamtschulen sondern zum Beispiel auch an der Grundschule.

00:49:47: Ja bin ich von überzeugt!

00:49:49: Ich bin davon überzeugt es muss ja nicht genauso sein sondern es muss natürlich vielleicht in einem anderen Setting sein, weil Grundschüler noch was anderes brauchen als Schüler weiterführender Schulen.

00:50:02: Aber zum Beispiel die, die den deutschen Schulpreis gewonnen haben... Die sieben Gebirgsschule im Bonn ist ja eine Förderschule.

00:50:09: also die haben den Hauptpreis geworden und die machen es relativ ähnlich.

00:50:16: und das ist ne Förderschuhe.

00:50:18: Wenn man das machen will, wenn man das Collegium hat.

00:50:21: Wenn man Eltern hat die damit gehen Schulträger hat sie mitgehen.

00:50:24: ich glaube dann ist ganz viel möglich.

00:50:27: und es geht nicht immer nur darum zu sagen wir brauchen mehr Ressourcen ja ressorten mehr ressourcen sind immer wünschenswert sondern wir müssen es anders verteilen.

00:50:35: Und wir müssen auch mal über diese Arbeitszeit von Lehrkräften reden und zwar offen.

00:50:42: Das kann nicht sein, dass jemand danach bezahlt wird wie viel Unterrichtsstunden er macht oder wieviel Prozent von irgendwelchen festgelegten Unterrichtsstunden er machen sondern Lehrer seien es heute ein ganz anderes Geschäft als damals als diese Pflicht stundenverordnung sei es in Hessen erstellt wurde.

00:51:00: das ist, glaube ich nicht mehr angemessen in unserer heutigen gesellschaftlichen Entwicklung und dieser Zeit angemessene gegenüber.

00:51:11: Und deswegen müssen wir einfach darüber reden wie Lehrerarbeitzeit anders gestaltet werden kann, wie es anders gemessen wird?

00:51:20: Ich meine nicht mit einer Stichkarte oder so sondern man muss einfach auch mal die Karten auf den Tisch legen und sagen ein Lehrer hat ganz viele Erziehungsaufgaben In der Grundschule fängt das an mit Schuhbinden und was ist eine Zahnbürste.

00:51:33: Bevor man überhaupt erstmal dazu kommt, ein Stift in die Hand zu nehmen und den Namen zu schreiben um mal das ein bisschen zuzuspitzen.

00:51:45: Und ich muss auch sagen, wir haben ganz viele administrative Aufgaben.

00:51:48: Ich muss ganz viel dokumentieren als Lehrkraft.

00:51:51: Vielleicht ein Förderplan schreiben?

00:51:52: Ich muss zu Förderplangesprächen gehen!

00:51:54: Ich muss mich ständig austauschen, müsste Assistenzkraft meinen Schülers und so weiter und sofort und dem wird überhaupt nicht Rechnung getragen in dieser Berechnung der Lehrerarbeitszeit.

00:52:03: Es geht nicht nur um Material erstellen es geht nicht nun Korrekturen und es geht meiner Meinung nach in der Politik einfach mal ehrlicher sein.

00:52:16: Also das wäre so mein großer Wunsch und meine Vision, ich glaube dann kann es in jeder Schule umgesetzt werden.

00:52:22: Und irgendwo muss man mal anfangen wenn wir warten dass von oben irgendwie geöffnet wird diese Blase geöffnete wird und man sagt probiert euch aus in diesem Bildungssystem kommt raus aus dem verkrusteten Strukturen.

00:52:39: Da warten wir noch, wenn ich schon lange in Rente bin.

00:52:43: Und deswegen haben wir für uns damals gesagt und es war schon zweitausend und ich glaube neunzehn oder achtzehn weiß ich jetzt nicht mehr.

00:52:52: da haben wir uns als Schulleitung gesagt wollen wir die nächsten zwanzig dreißig Jahre weiter so unterrichten?

00:52:56: Oder wollen wir jetzt anfangen Schule zu verändern?

00:53:01: Und das muss man ganz ehrlich sagen Corona in die Karten gespielt weil da keiner richtig genau hingeschaut hat.

00:53:07: alle waren froh dass es funktionierte Alle haben Geld reingepumpt, um Digitalisierung voranzutreiben.

00:53:15: Und das hat uns und auch es war Geld da für Baumaßnahmen weil vieles ja eingestampft worden ist und so.

00:53:22: Das hat uns ein bisschen geholfen wirklich geholpen Auch wenn's nicht super absichtigt war.

00:53:28: aber man muss einfach auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein

00:53:32: Das Beste daraus machen und das ist ihnen geglückt.

00:53:35: Herr Hesel, das war ein wunderbares Schlussstatement also es hätte ich gar nicht so hinterfragen können.

00:53:41: wirklich ganz toll hat die Sache abgerundet auch im Sinne dem Blick auf die Lehrkräfte wenn was verändert werden muss dass man auch auf sie achten muss.

00:53:51: Ich bedanke mich recht herzlich für dieses tolle Interview für viele Informationen Und wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin so viel Mut, weiterzumachen.

00:54:04: Neue Ideen einzubringen und das Vertrauen in alle ihnen anvertrauten Schülerinnen und auch Kollegen nicht zu verlieren.

00:54:14: Herzlichen Dank dafür!

00:54:16: Vielen vielen Dank.

00:54:17: Danke, dass Sie so viele Interesse an uns gezeigt haben.

00:54:22: Und es ist ja schade, das sie sagen müssen und ich freue mich, dass sie das alles gesagt haben.

00:54:27: aber es ist Ja schade dass die sagen müssen, dass wir Mut haben müssen.

00:54:30: letztendlich sollte Es selbstverständlich sein Dass wir Schule entwickeln können weil um die Schüler geht und wir brauchen in der Zukunft Kompetenzen, von denen wir vielleicht noch keine Ahnung haben.

00:54:42: Aber wir brauchen auf jeden Fall persönliche Kompetenz.

00:54:46: Wir wissen nicht wie KI sich weiterentwickelt und was das für Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt hat aber dass wir als Persönlichkeit Stabil sein müssen, Resilienz sein müssen.

00:54:55: Konflikte aushalten müssen.

00:54:57: Diese Flut von Informationen aushalten müssen.

00:55:00: Kritikfähig sein müssen und auch kritische Kompetenzen an Tag legen.

00:55:05: was ist echt?

00:55:06: Was ist falsch?

00:55:08: Ich glaube da sind wir noch ganz am Anfang Und vielen vielen Dank dass ich das hier sagen durfte und ich ja ich lasse ihr ganz herzlich einmal vorbeizukommen wenn sie es mal in real life sehen möchten.

00:55:21: Sehr, sehr gern!

00:55:30: Das war unsere heutige Folge ausgezeichnet wo Visionen den Schulleiter gestalten.

00:55:38: Der deutsche Schulpreis ausgedehrte Schulen stellen sich vor.

00:55:43: Vielen Dank an die Dr.

00:55:44: Georg August Zimmschule in Grunensberg für die spannenden Einblicke.

00:55:50: In dem nächsten Folgen geht es weiter.

00:55:54: Einschalten lohnt sich.

00:55:56: Ich freue mich wenn ihr wieder rein hört.

Über diesen Podcast

Willkommen bei "Bildungsblick" – dem Podcast des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands. Wir tauchen tief in die Welt der aktuellen Bildungslandschaft ein. Lass dich inspirieren und entdecke neue Perspektiven, während wir spannende Gespräche mit Menschen führen, die die Bildung von heute mitgestalten.

Unser Ziel ist es, dich dazu zu inspirieren, Bildung neu zu denken. Wir setzen uns mit Themen auseinander, die die Bildungswelt bewegen, und ermutigen Lehrkräfte dazu, neue Wege zu beschreiten. Hol dir jetzt eine Portion Bildung auf die Ohren und begleite uns.

Bildungsblick – der Podcast für innovative Denker und Bildungsbegeisterte!

von und mit BLLV

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